Rund um den Valentinstag laden zahlreiche Kirchen in der Erzdiözese Wien zu Segensfeiern ein. Diese traditionellen Gottesdienste sind für Paare sowie Einzelpersonen geöffnet, die sich eine Partnerschaft wünschen. Die Veranstaltungen am 14. Februar, dem offiziellen Valentinstag, stehen ganz im Zeichen der Liebe und beinhalten Gebete um Begleitung, Schutz und Stärkung für alle Liebenden. Der Brauch, segensreiche Feiern an diesem Tag abzuhalten, geht auf den heiligen Valentin zurück, der vor etwa 1.700 Jahren Liebespaare seelsorglich begleitete. Vienna.at berichtet, dass die Erzdiözese Wien das Stadtgebiet von Wien sowie den Osten Niederösterreichs umfasst.
Im Stephansdom findet am 14. Februar um 20:15 Uhr eine zentrale Segensfeier statt, die von Dompfarrer Toni Faber und weiteren Seelsorgern geleitet wird. Nach dem Gottesdienst haben die Teilnehmer die Möglichkeit, sich persönlich segnen zu lassen und Kerzen am Altar anzuzünden. Die Veranstaltungen sind für alle offen und eine Anmeldung ist nicht nötig. Die Angebote sind zudem kostenlos, was die Zugänglichkeit für jedermann fördert.
Vielfältige Angebote für Liebende und Singles
Die Erzdiözese lädt nicht nur Ehepaare und Verliebte zu den Gottesdiensten ein, sondern richtet sich auch an Singles, die auf der Suche nach einer Partnerschaft sind. Neben der zentralen Segensfeier im Stephansdom gibt es weitere Veranstaltungen, die speziell auf Liebende zugeschnitten sind. Ein Beispiel ist die Kirche St. Elisabeth in 1040 Wien, die am 14. Februar zwischen 15:00 und 17:30 Uhr einen Segen für Liebende „to go“ anbietet. Zusätzlich veranstaltet die Pfarre St. Johann Nepomuk (1020 Wien) am 13. Februar von 18:00 bis 20:00 Uhr ein Charity-Event unter dem Motto „Kiss and give“. Auch in der Pfarre Mannswörth (2320 Mannswörth) wird am Valentinstag eine Valentinsjause mit Segen um 16:00 Uhr angeboten.
Eine Übersicht der Segensfeiern zeigt die Vielfalt der Angebote in der Region:
| Ort | Uhrzeit | Besonderheiten |
|---|---|---|
| 1040 Wien, Kirche St. Thekla | 18:30 Uhr | – |
| 1200 Wien, Kirche Allerheiligen | 18:00 Uhr | Ökumenischer Gottesdienst |
| 1010 Wien, Stephansdom | 20:15 Uhr | – |
| 1020 Wien, Kirche St. Johann Nepomuk | 19:00 Uhr | – |
| 1040 Wien, Kirche St. Elisabeth | 15:00-17:30 Uhr | Segen to go |
| 1160 Wien, Familienkirche Neuottakring | 18:30 Uhr | – |
| 2020 Hollabrunn, Gartenstadtkirche | 17:00 Uhr | – |
| 2320 Mannswörth, Pfarrsaal | 16:00 Uhr | Valentinsjause mit Segen |
| 2486 Pottendorf, Pfarrkirche | 18:30 Uhr | – |
| 3400 Klosterneuburg, Kirche St. Martin | 17:00 Uhr | – |
| 1020 Wien, Kirche Zum hl. Klaus von Flüe | 10:30 Uhr | – |
| 1150 Wien, Kirche Rudolfsheim | 10:00 Uhr | – |
| 1210 Wien, Kirche Bruckhaufen | 10:00 Uhr | – |
| 1220 Wien, Herz-Jesu-Basilika Kaisermühlen | 10:00 Uhr | – |
| 2165 Stützenhofen, Pfarrkirche | 10:30 Uhr | – |
| 2320 Schwechat, Pfarrkirche | 10:00 Uhr | – |
| 2320 Rannersdorf, Pfarrkirche | 10:15 Uhr | – |
| 2322 Zwölfaxing, Pfarrkirche | 09:00 Uhr | – |
Die Segensfeiern haben in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, insbesondere nachdem 2021 die Kongregation für die Glaubenslehre erklärte, dass die Kirche keine Vollmacht habe, homosexuelle Verbindungen zu segnen. Dies führte dazu, dass in vielen Kirchen Segensfeiern für homosexuelle Paare stattfanden, ohne dass bischöfliche Mahnungen ausgesprochen wurden. Papst Franziskus genehmigte Ende 2023 die Segnungen von Paaren in irregulären Situationen und gleichgeschlechtlichen Paaren, was weiteres internationales Aufsehen erregte. Auch die Arbeitsgemeinschaft Katholische Familienbildung hat mit der Veröffentlichung der Arbeitshilfe „Weil Liebe uns beflügelt …“ eine liturgische Grundlage für diese Segensfeiern geschaffen. Sie umfasst 48 Seiten und kostet 5,00 Euro, um Kirchen bei der Durchführung von Segensgottesdiensten am Valentinstag zu unterstützen.
Die zahlreichen Angebote zeigen, dass die Kirche aktiv nach Wegen sucht, um Menschen in ihrer religiösen Suche zu unterstützen, mit dem Ziel, die Sehnsucht nach gelingendem Beziehungsleben ernst zu nehmen. Die Segensfeiern dienen dabei als heilende Worte und deutende Zeichen im Alltag der Menschen.