
Am 1. April 2025 setzen die Grünen einen bedeutenden Schritt zur Verbesserung der Lebensqualität im Bezirk Hernals in Wien. Sie fordern die Schaffung eines Waldes auf der Hernalser Hauptstraße, das Ziel ist die Pflanzung von 1000 neuen Bäumen, was eine Vervierfachung der bestehenden Baumanzahl darstellen würde. Dieser Vorschlag wurde von Judith Pühringer, der Spitzenkandidatin der Grünen, ins Leben gerufen und zielt darauf ab, die stark befahrene und als „Verkehrshölle“ bezeichnete Hernalser Hauptstraße in einen grünen Stadtboulevard zu verwandeln.
Der Zustand der Umgebung wird zusätzlich durch den Elterleinplatz als „Hitzehotspot“ belastet. Laut einer Studie der Grünen sind die Maßnahmen zur Begrünung besonders wichtig, da die hohe Verkehrsbelastung die Gastronomiebetriebe und Anrainer stark beeinträchtigt. Um diesen Missständen entgegenzuwirken, plant die Initiative zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung des Stadtklimas und der Aufenthaltsqualität.
Umgestaltung der Hernalser Hauptstraße
Ein zentrales Element der Pläne ist die Reduzierung des Durchzugsverkehrs, insbesondere des Schwerverkehrs. Zusätzlich sind breitere Gehsteige, konsumfreie Aufenthaltszonen und durchgehende, sichere Radwege angedacht. Um die Attraktivität der Hernalser Hauptstraße zu steigern, sollen auch neue Querungsmöglichkeiten für Fußgänger:innen geschaffen und die Straßenbahnhaltestellen durch Grüngleise aufgewertet werden.
Ein weiteres Highlight der geplanten Umgestaltungen ist der Vorschlag, den bis dato unterirdisch fließenden Alsbach an die Oberfläche zu holen. Judith Pühringer betont hier die immense Bedeutung eines offenen Baches, der nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern auch funktional zur Kühlung des Stadtklimas beitragen soll. Geplant ist die Schaffung des Alsbachparks als neue Grünoase im dicht besiedelten Stadtbereich, der der Erholung und Freizeitgestaltung dient.
Nachhaltige Stadtentwicklung
Bezirksvorsteher-Stv. Karin Prauhart sieht in der Baustelle der U5 nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Chance für die nachhaltige Stadtentwicklung im Bezirk. Die Grünen streben an, durch die Pflanzung der 1000 Bäume und der Schaffung von neuen Grünflächen nicht nur das Stadtbild zu verbessern, sondern auch die Gesundheit und das Wohlbefinden der Anwohner:innen zu fördern. Studien weisen darauf hin, dass urbanes Grün mehrere Vorteile bietet, darunter eine Verbesserung des Stadtklimas und positive Auswirkungen auf die physische und psychische Gesundheit der Bevölkerung berichtet die Universität Hannover.
Die Ideen und Vorschläge zu den geplanten Maßnahmen in Hernals sind Teil einer größeren Diskussion über die Notwendigkeit von urbanem Grün und dessen strategische Integration in die Stadtentwicklung. Laut den Grünen ist die Förderung von Grünflächen entscheidend für die Verbesserung der Wohn- und Aufenthaltsqualität und adressiert Herausforderungen wie die Anpassung an den Klimawandel.
Insgesamt bleibt abzuwarten, wie sich die Pläne der Grünen umsetzen lassen und welche positiven Veränderungen sie für die Bewohner:innen von Hernals bringen werden. Gelingt es, die Hernalser Hauptstraße in einen attraktiven und lebenswerteren Raum zu transformieren, könnte dieses Projekt als Beispiel für andere Stadtteile dienen.
In den kommenden Monaten wird der Fortschritt dieser Pläne eng verfolgt, wobei vor allem die aktive Einbindung der Anwohner:innen und die Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren in der Stadtgesellschaft von Bedeutung sind.
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