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Grenzüberschreitende Kooperation: Niederösterreich und Tschechien stärken die Gesundheit!

Am 4. April 2025 traf sich die Landeshauptfrau von Niederösterreich, Johanna Mikl-Leitner, mit Kreishauptleuten aus Südmähren und Vysočina sowie dem ehemaligen Kreishauptmann von Südböhmen, um den aktuellen Stand des grenzüberschreitenden Dialogs zwischen Niederösterreich und Tschechien zu erörtern. Diese Zusammenarbeit zwischen den Regionen hat eine lange Geschichte, die bis in die 1980er Jahre reicht. Mikl-Leitner betonte, wie wichtig diese Kooperation in Zeiten globaler Unsicherheiten sei. Derzeit wird ein neues Arbeitsprogramm bis 2029 vorbereitet, das 13 Arbeitsgruppen umfasst, die sich mit Themen wie Kultur, Jugend, Gesundheit, Verkehr und Katastrophenschutz beschäftigen. OTS berichtet, dass insbesondere der Bereich Gesundheit herausgehoben wurde. Das Healthacross MED Gesundheitszentrum in Gmünd, das jährlich rund 65.000 Patienten versorgt, könnte hier eine Schlüsselposition einnehmen.

Für die Zukunft sind Investitionen von bis zu 120 Millionen Euro für eine neue Gesundheitsklinik in Gmünd geplant. Dies wäre ein weiterer Schritt in Richtung einer erstklassigen Gesundheitsversorgung in der Grenzregion. Im Kulturbereich wird die kommende Landesausstellung 2028 in Gmünd unter dem Titel „Wasserwelt Waldviertel“ als Motor der Regionalentwicklung betrachtet und wird die zentrale Rolle des Wassers für die Region thematisieren. Darüber hinaus soll das Palmenhaus in Gmünd renoviert und zur kulturellen Nutzung geöffnet werden. Diese Initiativen stärken Gmünd als wichtigen Knotenpunkt zwischen Wien und Prag und schaffen ein ergänzendes Angebot zur Europäischen Kulturhauptstadt 2028 in Budweis.

Historische Meilensteine und Erfolge

Die Zusammenarbeit zwischen den Regionen kann auf mehrere historische Meilensteine zurückblicken, unter anderem auf den Fall des Eisernen Vorhangs im Jahr 1989, den EU-Beitritt Österreichs 1995 und den Beitritt der Tschechischen Republik zur Europäischen Union im Jahr 2004. Mikl-Leitner berichtete von einer Verdopplung der Wirtschaftsleistung und einer Verzehnfachung der Exporte und Investitionen, die auf diese Kooperation zurückzuführen sind. Jan Grolich, Kreishauptmann aus Südmähren, erinnerte an den Tornado in Südmähren, bei dem die niederösterreichische Flugrettung zwei Menschenleben retten konnte.

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Martin Kukla, der Kreishauptmann von Vysočina, wies auf erfolgreiche Projekte hin, wie die Jugend-Uni Waldviertel und die erste grenzüberschreitende Landesausstellung im Jahr 2009. Der ehemalige Kreishauptmann von Südböhmen, Jan Zahradnik, hob schließlich die Bedeutung guter Beziehungen zwischen den Völkern hervor und betonte die Notwendigkeit, Deutsch als zweite Fremdsprache in Schulen zu fördern.

Größere Gesundheitsinitiativen

Niederösterreich hatte bereits im Jahr 2007 mit der Durchführung von INTERREG-Programmen begonnen, um die Gesundheit und Lebensqualität in Grenzregionen zu verbessern. Das Gesundheitszentrum Healthacross MED Gmünd, das seit 2021 sowohl tschechische als auch österreichische Patienten behandelt, gilt als Vorreiter in der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung in Europa. MedGmünd hebt hervor, dass die Initiative "Healthacross" alle internationalen Gesundheitsaktivitäten Niederösterreichs bündelt und die länderübergreifende Zusammenarbeit im Gesundheitswesen fördert.

Ein internationaler Delegation der Danube Region Strategy – EUSDR hatte kürzlich das Gesundheitszentrum besucht, um sich über das Projekt zu informieren. Dies zeigt die Bedeutung des Donauraums für Niederösterreich in Bezug auf internationale Kooperationen und den Stellenwert des Gesundheitsprojekts. Die Steuerungsgruppe der Priority Area 10 informierte sich während einer Studienreise über die Fortschritte des Gesundheitsprojekts, welches ein wichtiges Element der regionalen Gesundheitsstrategie darstellt.

Interreg A und grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Die INTERREG A-Programme fördern die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Europa und zielen darauf ab, die wirtschaftliche Entwicklung sowie die Lebensqualität in Grenzregionen zu verbessern. Diese Programme sollen Entwicklungsunterschiede verringern und Potenziale erschließen. Laut Interreg gibt es in der Förderperiode 2021-2027 insgesamt 73 Kooperationsprogramme, die sich auf NUTS-III-Regionen benachbarter Mitgliedstaaten beziehen. Die Förderprioritäten werden regional festgelegt und die Programme bieten einen Rahmen, in dem lokale und regionale Partner von den Fördermitteln profitieren können.

Die fortlaufenden Initiativen und Projekte in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Niederösterreich und Tschechien unterstreichen die Dynamik und den anhaltenden Fortschritt, den diese Partnerschaften fördern. Der Austausch von Wissen, Ressourcen und kulturellen Perspektiven wird weiterhin dabei helfen, eine nachhaltige Entwicklung in der Region zu gewährleisten.

Ort des Geschehens


Details zur Meldung
Was ist passiert?
Regionales
In welchen Regionen?
Gmünd
Genauer Ort bekannt?
Gmünd, Österreich
Gab es Verletzte?
2 verletzte Personen
Beste Referenz
ots.at
Weitere Quellen
medgmuend.noe-lga.at

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