GesellschaftGesundheitNiederösterreichWien

Gesundheitsreform in NÖ: Hautkrebsvorsorge für alle sichern!

Im Gesundheitssystem Österreichs steht eine kontroverse Entscheidung im Raum: Die Hautkrebsvorsorge soll nicht mehr als Kassenleistung angeboten werden. Diese Entscheidung wird von der Gesundheitssprecherin der Grünen im NÖ Landtag, Silvia Moser, scharf kritisiert. "Vorsorge darf kein Privileg sein – sie muss für alle Menschen zugänglich bleiben, unabhängig vom Einkommen", erklärt Moser. Die frühzeitige Erkennung von Hautkrebs ist von enormer Bedeutung, da sie nicht nur die Heilungschancen erhöht, sondern auch aufwendige und teure Behandlungen deutlich reduziert. "Wer bei der Prävention spart, zahlt später doppelt – menschlich wie finanziell", warnt sie weiter.

Helga Krismer, Klubobfrau der Grünen, fordert klare Maßnahmen zur Stärkung der Gesundheitsvorsorge in Niederösterreich. "Wir brauchen moderne, strukturierte Vorsorgeprogramme für Frauen und Männer mit allgemeinen Untersuchungen", betont sie. Die Finanzierung dieser Programme sollte bei den Krankenkassen liegen, denn Vorsorge sei eine Investition in die Gesundheit. Krismer stellt klar: "Eine kostenpflichtige Hautkrebsvorsorge ist nicht nur ein gesundheitspolitischer Fehler, sondern auch ein falsches Signal an all jene, die eigenverantwortlich für ihre Gesundheit sorgen möchten."

Hautkrebs – Ein wachsendes Problem in Österreich

Die Österreichische Krebshilfe hat in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie seit 1988 über die Wichtigkeit der Hautkrebsvorsorge informiert. Trotz aller Aufklärung hat die Zahl der Hautkrebsfälle, insbesondere bei Melanomen, stetig zugenommen. Im Jahr 2008 erkrankten bereits über 1.100 Personen an dieser aggressivsten Hautkrebserkrankung. "Die beste Vorsorge im Kampf gegen Hautkrebs ist die Vermeidung von extremer Sonnenbestrahlung", erläutert Univ. Prof. Dr. Paul Sevelda von der Österreichischen Krebshilfe. Darüber hinaus ist die Selbstkontrolle der Haut essenziell, um Veränderungen an Muttermalen rechtzeitig zu erkennen und frühzeitig zu handeln. Regelmäßige Hautkontrollen beim Arzt sollten unbedingt in die Vorsorge integriert werden.

Kurze Werbeeinblendung

Ein alarmierender Anstieg der Hautkrebsfälle wird vor allem auf ungeschützte UV-Bestrahlung zurückgeführt. "Das ist das Risiko, das am einfachsten vermeidbar ist", betont Prof. Dr. Hubert Pehamberger von der Medizinischen Universität Wien. Die WHO hat sowohl natürliche als auch künstliche UV-Bestrahlung als krebserregend eingestuft. Neue Methoden zur Früherkennung zeigen vielversprechende Ergebnisse, was die Heilungs- und Überlebenschancen verbessert. Der Aufruf zur Sensibilisierung und regelmäßigen Vorsorge ist dringlicher denn je, um die Menschen zu schützen und nachhaltige Gesundheit zu fördern.

Zusammengefasst poisieren sich die Grünen sowie die Krebshilfe für ein umfassendes Verständnis zur Hautkrebsfrüherkennung in Österreich, die nicht nur als Option, sondern als notwendige Maßnahme zur Erhaltung der Gesundheit betrachtet werden sollte. Mehr Informationen hierzu finden Sie bei der Österreichischen Krebshilfe.

Ort des Geschehens


Details zur Meldung
Was ist passiert?
Gesundheitskrise
In welchen Regionen?
Österreich
Genauer Ort bekannt?
Laimgrubengasse 10, 1060 Wien, Österreich
Beste Referenz
ots.at
Weitere Quellen
krebshilfe.net

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"