
In Wien wird am 31. März 2025 ein neues Projekt zur Förderung der Clubkultur im öffentlichen Raum gestartet. Unter dem Titel Free Spaces 2025, initiiert von der Vienna Club Commission (VCC) und der Stadt Wien, zielt es darauf ab, eine konsumzwangfreie Clubkultur auf der Donauinsel zu etablieren. Dieses Projekt folgt auf erfolgreiche Pilotphasen in den Jahren 2023 und 2024 und verspricht verbesserte Rahmenbedingungen für Veranstalter:innen.
Zu den wesentlichen Neuerungen gehören die Bereitstellung von mobilen WC-Anlagen, behördliche Erleichterungen sowie die Prüfung einer Stromversorgung für Veranstaltungen. Außerdem gibt es Fördermöglichkeiten von bis zu 3.000 Euro bei der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA7). Die Bewerbungsphase wurde bis zum 7. April verlängert.
Wichtigkeit der Clubkultur
Die Clubkultur wird als wichtiger gesellschaftlicher Begegnungsraum, kreatives Labor und Plattform für künstlerische Experimente angesehen. Das Projekt Free Spaces 2025 adressiert den Bedarf, Veranstaltungen abseits kommerseller Strukturen zu realisieren und bietet eine strukturierte, abgesicherte Lösung im Vergleich zu informellen Veranstaltungsorten. Positive Erfahrungen aus den bisherigen Pilotphasen zeigen, dass erfolgreiche Veranstaltungen ohne Lärmbeschwerden oder Nutzungskonflikte durchgeführt wurden.
Die Anpassungen im Rahmen des Projekts sollen dazu dienen, finanzielle und organisatorische Hürden zu senken, sodass mehr Veranstaltungen im öffentlichen Raum stattfinden können. Für all jene, die an der Umsetzung solcher Formate interessiert sind, bietet der VCC regelmäßig Informationsveranstaltungen an.
Informative Veranstaltungen für Akteur:innen
Am 11. März 2025 fand bereits eine Informationsveranstaltung unter dem Titel VCC Praxistipp: Free Spaces 2025 statt. Hier wurde Wissen über selbstorganisierte Clubveranstaltungen im öffentlichen Raum vermittelt, inklusive Open-Air-Konzerten und Raves. Ziel der Veranstaltung war es, Akteur:innen der Veranstaltungsszene praktische Informationen zu vermitteln, die sie für die Umsetzung ihrer Projekte benötigen.
Referenten aus der Szene, darunter David Prieth, Navneet Sidhu und Valerie Lust, teilten ihre Erfahrungen und gaben Einblicke in die organisatorischen Aspekte von Free Spaces Veranstaltungen. Dabei wurden Themen wie Anmeldung, Platznutzung und notwendige Voraussetzungen behandelt.
Vergleich mit DRAUSSENSTADT
Ein ähnliches Konzept verfolgt die Plattform DRAUSSENSTADT, die unter dem Motto „Stadt für alle“ ein breites Spektrum an Open-Air-Kultur-Events anbietet. Diese Initiative, die 2021 ins Leben gerufen wurde, sammelte bis Ende 2024 über 18.000 Veranstaltungen von mehr als 1.500 Kulturschaffenden in ihrem Veranstaltungskalender. Solche Initiativen stärken die urbane Stadtkultur und bieten Raum für vielfältige kulturelle Ausdrucksformen.
Der Erfolg von Projekten wie Free Spaces 2025 und DRAUSSENSTADT zeigt die Bedeutung öffentlicher Räume für die kulturelle Teilhabe und die Förderung von kreativem Austausch in der Stadtgesellschaft. Es bleibt abzuwarten, wie die neuen Freiräume in Wien das kulturelle Leben der Stadt bereichern werden.
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