
Das Leopold Museum in Wien eröffnet ein interaktives Virtual-Reality-Erlebnis mit dem Titel "Egon Schiele - Eine persönliche Begegnung". Dieses innovative Event lädt Besucher ein, in die bewegte Welt des berühmten Malers einzutauchen und ist bis zum 14. April 2025 verfügbar. Die VR-Experience dauert etwa 35 Minuten und findet im Auditorium des Museums auf Ebene -1 statt.
Den Rahmen für die Erfahrung bildet eine kalte Oktobernacht des Jahres 1918, in der Egon Schiele, dargestellt von Lukas Watzl, an der spanischen Grippe leidet. In dieser düsteren Zeit Wien unter Krankheit und Hunger leidet, zeichnen die Besucher in einer eindringlichen Erzählweise gemeinsam mit Schiele Porträts und haben die Möglichkeit, ihm Fragen zu stellen, die den Verlauf der Geschichte beeinflussen. Diese interaktive Komponente ermöglicht es, verschiedene Facetten von Schieles Leben und seinem künstlerischen Œuvre zu entdecken.
Ausstellung und weitere Details
Die VR-Experience ist Teil der monografischen Ausstellung "Zeiten des Umbruchs. Egon Schieles letzte Jahre: 1914 - 1918", die die dramatischen letzten Jahre des Künstlers beleuchtet. Mit knapp 300 Werken beherbergt das Leopold Museum die weltweit umfassendste Sammlung von Schieles Arbeiten.
Die digitale Erfahrung zeigt Rückblenden in die kulturelle Blütezeit Wiens um 1900 und gibt den Besuchern Einblick in die Atmosphäre der damaligen Zeit. Eine spezielle Fotostation ermöglicht es den Teilnehmern, ein Porträt im Stil von Schiele zu erstellen, unterstützt von einer Künstlichen Intelligenz.
Logistik und Teilnahme
Die VR-Experience ist täglich verfügbar, außer dienstags und an Feiertagen, zu den Uhrzeiten 11, 12, 14, 15 und 16 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos, vorausgesetzt, die Teilnehmer besitzen ein gültiges Museumsticket oder eine Jahreskarte. Es können maximal 15 Personen pro Slot teilnehmen, was eine intime und intensive Auseinandersetzung mit dem Thema ermöglicht.
Dieses Projekt wurde von der Filmemacherin Gerda Leopold, die an der Hochschule der Künste Berlin Malerei studierte und 2014 die Produktionsfirma Amilux Film gründete, über fünf Jahre realisiert. Nach dem Aufenthalt in Wien wird die VR-Experience Ende April 2025 in München vor der Pinakothek und im Mai im Schiele Museum in Tulln gezeigt.
Interesse an der bewegenden Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart weckt dieses außergewöhnliche Erlebnis nicht nur für Kunstliebhaber, sondern auch für all jene, die sich für die Geschichte Wiens und das Leben von Egon Schiele interessieren. Vienna.at und Wien.info berichten, dass die Teilnahme auch in Deutsch und Englisch verfügbar ist, wodurch ein breites Publikum angesprochen werden kann. Für weitere Informationen kann auch die ausführliche Beschreibung auf MQW.at konsultiert werden.
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