
In der Wiener Belvederegasse kam es am Samstagabend zu einem dramatischen Vorfall, bei dem ein 23-jähriger Mann aus Serbien und ein 50-jähriger Italiener an verschiedenen Orten gewaltsame Übergriffe auf Frauen verübten. Der 50-Jährige lebte mehrere Wochen in der Wohnung einer 58-jährigen Frau. Vor seiner geplanten Rückreise nach Italien kam es zu einem heftigen Streit über einen mutmaßlichen Diebstahl von Bargeld, der in einer massiven Gewalttat mündete. Als die Polizei eintraf und die Wohnung öffnete, sprang der Verdächtige aus dem dritten Stock und verletzte sich tödlich, trotz der sofort eingeleiteten Wiederbelebungsversuche, wie Regionews berichtete.
Gleichzeitig wurde die Polizei in Favoriten alarmiert, nachdem eine 42-jährige Frau von ihrem Stiefsohn bedroht und mit einem Messer angegriffen wurde. Der Tatverdächtige gab an, die Frau umbringen zu wollen und hielt ein Messer in der Hand. In einem mutigen Moment gelang es der Frau, das Messer zu verlieren, kurz darauf stürmte die Sondereinheit WEGA die Wohnung und nahm den Angreifer fest. Das Opfer erlitt Verletzungen im Gesichtsbereich und wurde umgehend ins Krankenhaus gebracht. Auch hier wurden Maßnahmen wie ein Annäherungsverbot gegen den Angreifer angeordnet, wie Heute berichtete.
Polizeieinsätze und Ermittlungen
Nach dem dramatischen Vorfall leitet das Landeskriminalamt Wien die Ermittlungen, um die genauen Hintergründe der Taten aufzuklären. Die Motivation der Gewalttaten, sowohl gegen die 58-Jährige als auch gegen die 42-Jährige, ist bislang unklar. Das Schockierende an diesen Ereignissen ist der schnelle und gewaltsame Verlauf, in dem die Täter handelten und die besorgten Nachbarn zur Polizei riefen. Die Wiener Polizei hat in beiden Fällen Maßnahmen zur Unterstützung der Opfer erstellt, um weiteren Gewaltakte entgegenzuwirken.
Die Polizei hatte bereits mehrere Hinweise zu den Vorfällen gegeben, damit betroffene Frauen die nötige Unterstützung erhalten können. Die Telefonnummern für sofortige Hilfe sind unter anderem die Hotline der Frauenhelpline 0800 222 555 und das Gewaltschutzzentrum unter 0800 700 217 erreichbar.
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