In einer gewaltsamen Auseinandersetzung in Wien-Penzing kam es zu einem Vorfall, bei dem ein 47-Jähriger seine Ex-Frau mit einem Cutter-Messer bedrohte. Laut exxpress.at brachte der Mann die Frau zu Boden, jedoch blieb sie unverletzt. Bei einer darauffolgenden Rauferei zwischen dem 47-Jährigen und zwei weiteren Männern erlitt der Angreifer schwere Verletzungen, einschließlich Brüchen und Schnittverletzungen im Gesicht. Die anderen beiden Männer mussten mit leichten Schnittwunden auskommen.

Nach dem Vorfall flüchtete der Ex-Mann und wurde später durch die Rettung in ein Krankenhaus gebracht. Dort informierte das Gesundheitspersonal die Polizei über den Vorfall. Der 47-Jährige wurde schließlich um 1.30 Uhr auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien im Krankenhaus festgenommen. Ihm wurden ein Betretungs- und Annäherungsverbot sowie ein vorläufiges Waffenverbot auferlegt. Bei seiner Festnahme war der Mann nicht geständig und behauptete, in der Wohnung überfallen worden zu sein.

Hintergründe der Auseinandersetzung

Der Lebensgefährte der Ex-Frau sowie sein 20-jähriger Sohn wurden mehrfach angezeigt, unter anderem wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung. Die Ermittlungen zu dem Vorfall dauern an. In Deutschland sind ähnliche Übergriffe nicht selten. Daten des Bundeskriminalamtes zeigen, dass die Zahl der polizeilich erfassten Fälle von gefährlicher und schwerer Körperverletzung in den letzten Jahren gestiegen ist. Dies betrifft einen Zeitraum von 2014 bis 2024, wobei aktuelle Statistiken bis April 2025 veröffentlicht wurden. Laut Statista sind die Fallzahlen signifikant angestiegen und machen deutlich, dass solche Gewalttaten gesellschaftlich relevant sind.

Die rechtliche Bewertung solcher Vorfälle ist häufig komplex. Die Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 28. Juni 2018, in der das Vorliegen einer gefährlichen Körperverletzung verneint wurde, zeigt, wie differenziert solche Fälle betrachtet werden müssen. In diesem speziellen Fall wurde das Cutter-Messer nicht als Werkzeug zur Herbeiführung erheblicher Verletzungen eingesetzt, was die rechtliche Bewertung beeinflusste. Dennoch bleibt die Verwendung eines Messers bei Auseinandersetzungen allgemein ein ernsthaftes Sicherheitsproblem in der Gesellschaft.[burhoff.de]

Die öffentliche Diskussion über Gewalttaten in Beziehungen und deren strafrechtliche Konsequenzen bleibt daher von großer Bedeutung, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.