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Apotheken in Wien: Jugendbanden auf Einbruchs-Tour!

In Wien haben Kinder- und Jugendbanden Apotheken als neue Einbruchziele entdeckt, was seit dem 16. März 2023 zu einem besorgniserregenden Anstieg von 21 registrierten Einbrüchen geführt hat. Die Täter, meist minderjährige Jugendliche, haben sich schwerpunktmäßig auf die Bargeldbestände in den Kassen konzentriert und bislang keine Medikamente entwendet. Laut einem Bericht von Kosmo wurde die Apothekerkammer aktiv und informierte ihre Mitglieder über die Bedrohung. Beschlossen wurde, dass die Kassen am Abend vollständig geleert werden sollen, um Verluste zu minimieren.

Die Polizei, unterstützt vom Landeskriminalamt, beobachtet die Situation eng und hat bereits einige Verdächtige identifiziert. Schätzungen zufolge sind in Wien 60 bis 70 Mitglieder an den Straftaten beteiligt, von denen 20 bis 30 in den betroffenen Bezirken wie Meidling, Hietzing, Ottakring und Liesing aktiv sind. Es wird vermutet, dass die Täter sich Kenntnisse über das Aufbrechen von automatischen Schiebetüren angeeignet haben, was die hohe Zahl der Einbrüche erklären könnte, wie die Die Presse berichtet.

Risikofaktoren und Präventionsstrategien

Die steigende Kriminalität unter Jugendlichen wirft Fragen nach den Ursachen und Zusammenhängen auf. Laut dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wird in der Kriminalitäts- und Gewaltprävention an verschiedenen Handlungsstrategien gearbeitet. Viele tatverdächtige Kinder und Jugendliche treten nur einmal in Erscheinung, während etwa 5-10% wiederholt straffällig werden. Intensitytäter, die immer wieder schwerwiegende Straftaten begehen, sind häufig von sozialen Benachteiligungen, Gewalterfahrungen in der Familie sowie weiteren komplexen Problemlagen betroffen.

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Die Zusammenarbeit von Schulen, Polizei und Jugendhilfe wird kontinuierlich gestärkt, um präventive Maßnahmen erfolgreich umzusetzen. Dies ist eine wichtige Voraussetzung, um die Jugendkriminalität nachhaltig zu bekämpfen. Präventionsstrategien müssen dabei angesichts der veränderten Realität regelmäßig evaluiert und angepasst werden.

Verstärkte Polizeipräsenz und zukünftige Schritte

Auf Grund der zunehmenden Einbrüche hat die Apothekerkammer Maßnahmen empfohlen, die auch eine verstärkte Polizeipräsenz während der Nachtstunden umfassen. Die Sicherheit der Mitarbeiter in den Apotheken hat höchste Priorität in dieser schwierigen Lage. Ein Treffen zwischen Vertretern der Wiener Apotheker und dem Landespolizeipräsidenten ist geplant, um über weitere Schritte zu beraten, die die Sicherheit erhöhen sollen. Die Apothekerkammer bleibt in ständigem Kontakt mit dem Gesundheitsstadtrat, um die Situation bestmöglich zu managen.

Insgesamt zeigen die aktuellen Vorfälle in Wien ein besorgniserregendes Bild, das nicht nur die Apotheker, sondern auch die Gesellschaft als Ganzes betrifft. Umso wichtiger ist die Entwicklung und Umsetzung von präventiven Maßnahmen, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten und Kinder sowie Jugendliche auf einen positiven Lebensweg zu führen. Für weitere Informationen zu Präventionsstrategien in der Jugendkriminalität sind die Studien und Materialien des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine wertvolle Ressource.

Ort des Geschehens


Details zur Meldung
Was ist passiert?
Einbruch
In welchen Regionen?
Wien, Meidling, Hietzing, Ottakring, Liesing
Genauer Ort bekannt?
Wien, Österreich
Ursache
Wissen der Täter über das Aufbrechen von automatischen Schiebetüren
Beste Referenz
kosmo.at
Weitere Quellen
diepresse.com

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