Am Montagvormittag, dem 9. Februar 2026, wurde die Berufsfeuerwehr Wien alarmiert. Um 10:30 Uhr musste man aufgrund eines Verdachts auf ein radioaktives Nuklid in einem Entsorgungsbetrieb in Wien-Liesing ausrücken. Diese Szenario brachte die Wiener Polizei und die Berufsrettung Wien ebenfalls ins Spiel, um eine umfassende Gefahrenbewertung durchzuführen. Die Feuerwehr leitete sofortige Absperrmaßnahmen ein und führte umfangreiche Messungen durch.

Bei den ersten Messungen stellten die Einsatzkräfte geringe Strahlenwerte fest. Dennoch wurden zwei Mitarbeiter des Betriebs, die mit dem angelieferten Gegenstand hantiert hatten, vorsorglich untersucht. Nach einer Dekontamination im Hygienezentrum des Gesundheitsdienstes wurden sie zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Aktuell sind weitere Messungen und Nachforschungen zur Herkunft des verdächtigen Gegenstandes im Gange. Die Situation scheint jedoch unter Kontrolle zu sein, da keine Gefährdung für Personen außerhalb des Firmengeländes festgestellt wurde, berichtet die Wiener Presse.

Radioaktivität und ihre Gefahren

Radioaktivität ist die Eigenschaft instabiler Atomkerne, ionisierende Strahlen auszusenden. Der Begriff „Radioaktivität“ wurde erstmals 1898 von Marie und Pierre Curie geprägt. Dabei handelt es sich um einen Umwandlungsprozess, der als radioaktiver Zerfall bekannt ist, wobei Radionuklide entstehen, die in der Natur oder durch menschliche Aktivitäten, wie in Kernreaktoren, freigesetzt werden können. Diese Strahlung, die Menschen nicht direkt wahrnehmen können, kann sowohl schädlich als auch nützlich sein, wie es die Wikipedia erläutert.

Die Strahlung lässt sich in verschiedene Arten einteilen, wie Alpha- und Beta-Teilchen sowie Gammastrahlung. Um den Risiken zu begegnen, ist die Abschirmung von Bedeutung: Alpha-Strahlung kann durch Papier, Beta-Strahlung durch Metall und Gamma-Strahlung durch dichtere Materialien abgeschirmt werden. Da die Strahlung auch in medizinischen Anwendungen, zum Beispiel in der Nuklearmedizin, Verwendung findet, ist ein verantwortungsvoller Umgang mit den radioaktiven Stoffen erforderlich.

Umgang mit radioaktiven Stoffen

In der Medizin, Forschung und gewerblichen Wirtschaft werden radioaktive Stoffe häufig eingesetzt, wobei das Ziel stets die Minimierung von radioaktivem Abfall und die Reduzierung der Strahlenbelastung der Umwelt ist. Wie Niedersachsen Umwelt anmerkt, kommen überwiegend Radionuklide mit kurzen Halbwertszeiten zum Einsatz, die in dichten Umhüllungen in der gewerblichen Wirtschaft verwendet werden. Diese Umhüllungen werden regelmäßig auf Undichtigkeiten überprüft, um sicherzustellen, dass die Strahlenbelastung für die Bevölkerung auf ein Minimum reduziert wird.

Ein Beispiel aus der Nuklearmedizin ist die Anwendung von Iod-131, bei der eine gewisse Strahlenexposition durch Ausatmen der Patienten unvermeidbar ist. In solchen Einrichtungen wird die Abluft gefiltert, um die gesetzlich vorgeschriebenen Strahlenschutzrichtlinien zu erfüllen. Recherchen zeigen, dass in der Umgebung solcher medizinischen Einrichtungen in der Regel keine relevanten Immissionen radioaktiver Stoffe nachweisbar sind.

Ein verantwortungsbewusster Umgang mit radioaktiven Materialien ist essenziell, um die Sicherheit der Mitarbeiter und der Bevölkerung zu gewährleisten. Die Vorfälle in Wien-Liesing unterstreichen die Wichtigkeit von sofortigen und präzisen Reaktionsmaßnahmen im Umgang mit möglichen Gefahren im Zusammenhang mit Radioaktivität.