
In Wien häufen sich besorgniserregende Vorfälle von versuchten Kindesentführungen. Laut 5min.at gab es seit Februar mehrere solcher Fälle in verschiedenen Bezirken. Der letzte Vorfall ereignete sich am 31. März in Donaustadt. Ein achtjähriger Junge wurde auf dem Weg zum Hort von einem Unbekannten angesprochen, der ihn am Arm packte und aufforderte, mit ihm zu kommen. Doch der Junge konnte sich rechtzeitig losreißen und weglaufen.
Bereits zwei Wochen zuvor wurde an der Volksschule Wulzendorfstraße ein ähnlicher Vorfall gemeldet. Die Direktorin Elisabeth Christ warnte die Eltern in einem Schreiben, besondere Vorsicht walten zu lassen. Sie empfahl, dass Kinder in Gruppen gehen und Eltern verstärkt auf die Schulwege achten. Um den Kindern Sicherheit zu gewährleisten, laufen derzeit Ermittlungen der Polizei.
Zahlreiche Vorfälle und verstärkte Sicherheitsmaßnahmen
Insgesamt wurden im Bezirk Neubau mindestens drei versuchte Kindesentführungen zwischen dem 8. und 13. Februar verzeichnet. Diese ereigneten sich in der Mondscheingasse, Siebensterngasse, bekannt durch einen Spielplatz, sowie in der Burggasse in der Nähe des Volkstheaters. Unbekannte männliche Personen sollen hier Volksschulkinder am Arm gefasst und zum Mitkommen aufgefordert haben. Glücklicherweise konnten sich alle betroffenen Kinder losreißen oder davongelaufen.
Die Polizei hat auf diese alarmierenden Vorfälle reagiert und die Überwachungsmaßnahmen im Bezirk verstärkt, einschließlich eines intensiveren Streifendienstes rund um Schulen. Das Landeskriminalamt hat zudem die Ermittlungen übernommen und nimmt Hinweise aus der Bevölkerung entgegen. Auch ein Schreiben der Direktorin der Volksschule Stiftgasse zeigt, dass es zu einem Vorfall gekommen ist, bei dem eine Schülerin von einer unbekannten Person angesprochen wurde, sich jedoch in Sicherheit bringen konnte.
Kinder- und Elternsicherheit im Fokus
Um das Sicherheitsempfinden weiter zu stärken, wurden psychologische Entlastungsgespräche für betroffene Eltern und Kinder durch die Bildungsdirektion angeboten. Bezirksvorsteher Markus Reiter (Grüne) betonte die Bedeutung der Sicherheitsmaßnahmen und die enge Zusammenarbeit mit Schulen, der Bildungsdirektion sowie der Polizei. „Alle nötigen Schritte zur Sicherheit der Kinder werden ergriffen“, versicherte Reiter.
Umfassendere Informationen über die Vorfälle und die laufenden Ermittlungen sind auch auf wien.orf.at zu finden, während die Polizei weiterhin um erhöhte Wachsamkeit bittet.
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