Am 25. Jänner 2026 wurde bekannt, dass Gudula Haug verstorben ist. Haug wurde am 2. Dezember 1965 in Wien geboren und war als leidenschaftliche Naturschützerin bekannt. Aufgewachsen im 22. Bezirk von Wien, erhielt sie von ihrem akademischen Maler-Vater und ihrer Kosmetikerin-Mutter eine starke Prägung durch die Natur. Ihr Interesse an der Umwelt führte sie zum Studium der Landschaftsökologie und -gestaltung an der BOKU, wo sie sich eine fundierte Ausbildung erarbeitete.
Nach ihrem Studium etablierte Haug ein Technisches Büro für Landschaftsplanung und arbeitete eng mit ihrer Studienkollegin DI Andrea Gross in der Biotopkartierung zusammen. Ihre Projekte wurden nicht nur von raumordnerischen Bedürfnissen bestimmt, sondern auch in die gemeindepolitischen Prozesse integriert, was ihrer Arbeit zusätzliche Relevanz verlieh. Zudem war sie in der angewandten Agrarökologie aktiv, betreute ÖPUL-Naturschutzflächen und führte naturkundliche Erhebungen im Rahmen des Ökopunkteprogramms durch.
Fachwissen und Projekte
Im Laufe ihrer Karriere entwickelte Haug eine besondere Expertise im Bereich Botanik. Zusammen mit ihrem Partner Kurt Nadler arbeitete sie seit 1997 an zahlreichen Naturschutzprojekten. Zuletzt konzentrierte sich Haug auf botanisch begründete Biotopkartierungen, die eine wesentliche Grundlage für Naturschutzprojekte bildeten. Ihr umfassendes Wissen floss regelmäßig in die Erstellung von Rotlisteneinträgen ein.
Die Bedeutung von Biotopkartierungen für den Naturschutz ist unbestreitbar. Ein Beispiel ist die methodische Entwicklung in Deutschland, wie sie von LANUK beschrieben wird. Dort werden naturschutzfachliche Daten in NRW gesammelt, ausgewertet und bewertet, um eine Vergleichbarkeit mit Daten anderer Bundesländer, des Bundes und der EU zu gewährleisten. Verschiedene Fachmethoden kommen zum Einsatz, die von biologischen Bestandserhebungen über Landschaftsplanung bis hin zum Biomonitoring reichen und umfassend dokumentiert sind. Diese metodischen Ansätze sind Grundlage für die Kartierung und den Schutz von Arten und Lebensräumen.
Methoden zur Biotopkartierung
In Bayern, wo die Biotopkartierung landesweit durchgeführt wird, koordiniert das LfU die Arbeit in Zusammenarbeit mit örtlichen Naturschutzbehörden. Fachkundige Experten übernehmen die Kartierung, indem sie Farbluftbilder nutzen, um potenzielle Biotope zu identifizieren. Bei der Stadtbiotopkartierung erfolgt die Beauftragung durch die jeweilige kreisfreie Stadt. Die Kartierer besuchen die erkannte Flächen im Gelände und dokumentieren deren Merkmale, einschließlich der Pflanzenarten und Standortfaktoren. Dies geschieht in einem festgelegten Zeitraum von Mitte April bis Mitte Oktober.
Zusammengefasst kann gesagt werden, dass Gudula Haug nicht nur als engagierte Naturschützerin in Erinnerung bleibt, sondern auch als jemand, dessen Fachwissen und Leidenschaft für den Naturschutz in viele Projekte und Initiativen eingeflossen sind. Ihr Lebenswerk wird weiterhin positive Auswirkungen auf die Umwelt und die Biodiversität haben.
Für weitere Informationen über die Bedeutung der Biotopkartierung und Naturschutzmethoden in Deutschland, siehe LANUK und LFU Bayern.