Am 19. Jänner 2026 wurde die Thaya durch den Bruch eines Abwasserbeckens auf tschechischem Staatsgebiet verunreinigt. Diese Situation hat erhebliche Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung der Gemeinde Hardegg im Bezirk Hollabrunn, wo die Feuerwehr eingreifen musste, um die Wasserversorgung aufrechtzuerhalten. Laut Fireworld wird der Einsatz vor Ort vom Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Reinhard Scheichenberger koordiniert.

Um die Wasserversorgung sicherzustellen, pendeln mehrere Tanklöschfahrzeuge und Wechsellader mit einer Gesamtkapazität von 23.000 Litern zwischen einer Wasserentnahmestelle in Langau und dem Hochbehälter in Felling. Die Einsatzkoordination erfolgt durch den Bezirksfeuerwehrkommandanten Alois Zaussinger und Abschnittsfeuerwehrkommandanten Markus Zahlbrecht. Zuvor musste ein Straßenabschnitt für den Einsatzverkehr vorbereitet und befestigt werden, wie NÖN berichtet.

Einsatz und Wasserproben

Die Pumpen- und Filteranlagen zur Wasserentnahme aus der Thaya mussten aufgrund der Verunreinigung außer Betrieb genommen werden. Die Wasserrechtsbehörde führt jedoch regelmäßig Wasserproben durch, um die Qualität zu überwachen. Die Inbetriebnahme der Pumpen- und Filteranlagen wird erfolgen, sobald die Wasserqualität ausreichend ist.

Der Feuerwehreinsatz wird voraussichtlich bis zum 20. Jänner 2026 fortgesetzt. Dies zeigt, wie wichtig die schnelle Reaktion und die effektive Koordination der Streitkräfte in kleinen Gemeinden ist.

Schutz des Trinkwassers

Der Schutz des Trinkwassers vor Verunreinigungen durch Löschwasser ist eine zentrale Aufgabe des Brandschutzes. Um diese Herausforderung zu meistern, sind Systemtrenner notwendig. Diese Systeme sorgen dafür, dass die Trinkwasserversorgung gesichert bleibt, insbesondere in kritischen Situationen wie der aktuellen.

Laut den Vorschriften des DVGW Arbeitsblattes W405-B1 müssen Feuerwehrsystemtrenner eingesetzt werden, um die rechtlichen Anforderungen zum Schutz des Trinkwassers zu erfüllen. Diese Normen gewährleisten, dass Anlagen zur Wasserentnahme so beschaffen sind, dass eine nachteilige Beeinflussung der Wasserqualität ausgeschlossen wird. Das bedeutet, dass mobile Systemtrenner bei Einsätzen, die Wasser entnehmen, abgeprüft und korrekt installiert werden müssen, um eine Kontamination zu verhindern.

Die ordnungsgemäße Installation dieser Systeme ist unerlässlich, um das Trinkwasser zu schützen. Es müssen Maßnahmen wie der Einbau von Flanschenschmutzfängern und frostfreie Installationen gewährleistet werden, wie auch auf Forum Verlags verdeutlicht wird.

Zusammenfassend ist die zuverlässige Wasserversorgung in Hardegg nicht nur von der Arbeit der Feuerwehr abhängig, sondern auch von der Einhaltung der Vorschriften zur Sicherung des Trinkwassers. Der Einsatz der Feuerwehr und die Überwachung durch die Wasserrechtsbehörde sind entscheidend, um die aktuelle Krise zu bewältigen und die Bevölkerung zu schützen.