In den letzten Wochen haben Betrüger erneut versucht, Bankkunden in Österreich mit gefälschten SMS zu täuschen. Laut 5min wurden Nachrichten im Namen der Volksbank verschickt. Die SMS fordert die Empfänger ultimativ dazu auf, ihre ID-App zu erneuern, andernfalls drohe eine Kontosperrung. Ziel dieser Nachrichten ist es, Stress zu erzeugen und die Opfer zu unüberlegten Reaktionen zu bewegen.

Betrüger setzen häufig auf Drohungen und kurzfristige Zeitlimits, um ihre Opfer zu verleiten. Die Links in diesen SMS führen meist zu täuschend echten Fake-Webseiten, die darauf abzielen, sensible Informationen zu stehlen. Auch Phishing-Versuche über E-Mails sind keine Seltenheit, wobei die durch Betrüger gesammelten Daten oft für Finanzbetrug verwendet werden.

Tipps zum Schutz und Vorgehen bei Verdacht

Um sich vor solchen Betrugsversuchen zu schützen, warnen Banken eindringlich. Zu den empfohlenen Maßnahmen gehört die Wachsamkeit, persönliche Daten nicht an unbekannte Quellen weiterzugeben und verdächtige Nachrichten mit Links kritisch zu prüfen. Es wird geraten, direkt auf der Kontoseite der Bank zu überprüfen, ob eine erhaltene Nachricht echt ist. Banken fordern niemals Passwörter oder PIN-Codes per Nachricht an. Im Zweifelsfall sollten Kunden immer direkt bei ihrer Bank nachfragen.

Bei Verdacht auf Betrug sollten Kunden unverzüglich die Bank kontaktieren, ihr Konto auf ungewöhnliche Bewegungen überwachen und im schlimmsten Fall Anzeige bei den Behörden erstatten. Dies ist besonders wichtig, da Phishing-Fälle, die es auf Bank- und Identifikationsdaten abgesehen haben, immer weiter zunehmen. Dies wird auch durch eine Studie belegt, die zeigt, dass 61 % der Menschen in Deutschland persönliche Erfahrungen mit Cyberkriminalität gemacht haben, wie Statista berichtet.

Quishing – eine neue Betrugsmasche

Ein weiterer alarmierender Trend ist das sogenannte Quishing, eine Form des QR-Phishings. Betrüger nutzen QR-Codes in Briefen, um Bankkunden unter Druck zu setzen und ihre Daten zu verifizieren. Dies wird mit angeblichen Änderungen im Zahlungsverkehr begründet, die schnellere Überweisungen und erhöhte Sicherheit versprechen. Der QR-Code führt jedoch auf eine Phishing-Seite, die darauf abzielt, persönliche Daten zu stehlen. Kunden wird geraten, solche Codes nicht zu scannen und etwaige Zweifel direkt bei ihrer Bank zu klären, wie VR Bank warnt.

Die Bedrohungslage im Bereich Cyberkriminalität hat sich in den letzten Jahren zunehmend verschärft. Aktuelle Statistiken zeigen, dass 69 % der Unternehmen Cyberkriminalität als hoch einschätzen, was im Vergleich zu nur 34 % im Jahr 2015 eine besorgniserregende Entwicklung darstellt. Die Zahl der Angriffe auf Privatpersonen nimmt zu, was die Notwendigkeit von Präventionsmaßnahmen aufzeigt.

Es ist entscheidend, dass sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen ihre Sicherheitsvorkehrungen stärken und sich über betrügerische Taktiken informieren, um sich bestmöglich zu schützen.