Das Olympiazentrum Vorarlberg steht vor einem umfassenden Umbau, der die strategische Ausrichtung des Spitzensports in der Region neu definieren soll. Wie vol.at berichtet, wird ein Teil der Sportstätten in die Messe Dornbirn verlagert. Sportlandesrätin Martina Rüscher und die neue Geschäftsführung der Messe haben gemeinsam eine „Sportzeile“ in der Messe vereinbart, die Trainingsstätten für Judo, Karate, Schießen und Turnen umfassen soll.
Die Umbauarbeiten sind in den nächsten zwei Jahren geplant, in denen auch konkrete Pläne und Zeitrahmen definiert werden sollen. Der bestehende Standort des Olympiazentrums wird sich künftig auf sportartenübergreifende Infrastruktur konzentrieren. Dabei sollen die Behandlungsräume für Physiotherapie, Massagen und die Kraftkammer modernisiert und erweitert werden. Aktuell kann der Kraftraum nur zwölf Sportler gleichzeitig aufnehmen.
Fokus auf Talentförderung
Ein zentrales Anliegen des Umbaus ist die Förderung junger Talente, besonders im Hinblick auf den Rücktritt prominenter Athleten. Zudem wird das Schulsportzentrum in Tschagguns bis 2025 ins Olympiazentrum integriert. Alle Landessportstätten werden nun unter dem Dach des Olympiazentrums betrieben, um eine einheitliche und effizientere Trainingslandschaft zu schaffen.
Im Kontext der bevorstehenden Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand/Cortina wird eine starke Beteiligung von Vorarlberg angestrebt. Dennoch gibt es Bedenken, da Verletzungen von Athleten wie Katharina Liensberger, Eva Pinkelnig und Magdalena Egger die Erwartungen dämpfen könnten. Trotz dieser Herausforderungen brachte das vergangene Jahr sportliche Erfolge, einschließlich Medaillen bei Weltmeisterschaften, was der Motivation und dem Leistungsniveau der Region zugutekommt.
Fördermöglichkeiten für den Umbau
Der Umbau des Olympiazentrums wird nicht nur als Zeichen einer Neuausrichtung betrachtet, sondern auch durch finanzielle Förderungen unterstützt. Laut transparenzportal.gv.at beträgt der Zuschuss für förderbare Kosten bis 3.000.000 Euro 15 %. Für weitere Kosten bis maximal 5.000.000 Euro liegt der Zuschuss bei 10 %. Insgesamt kann eine maximale Förderung von 650.000 Euro beantragt werden, wobei die Auszahlung in drei Raten erfolgt, die abhängig vom Baufortschritt sind.
Die Anforderungen für die Förderungen beinhalten die Einsicht in Bücher und Belege sowie die Besichtigung der Baustelle durch die Förderungsnehmer. Auch die Abrechnung der Zuschüsse erfolgt nach festgelegten Richtlinien der Vorarlberger Landesregierung, die die Errichtung von regionalen Sport- und Freizeitanlagen unterstützen.
Mit diesen Maßnahmen positioniert sich das Olympiazentrum als zukunftsfähige Einrichtung, die sowohl die Bedürfnisse der Athleten als auch die Anforderungen des modernen Sports berücksichtigt und gleichzeitig einen wesentlichen Beitrag zur Sportentwicklung in Vorarlberg leisten will.