FRIWA Metallverarbeitungs GmbH, ein Unternehmen mit Sitz im Betriebsgebiet Schwefel in Dornbirn, plant eine signifikante Expansion seines Firmenstammsitzes. Die Initiative umfasst die Errichtung einer neuen Lager- und Produktionshalle sowie Büros und Nebenräume und wird voraussichtlich ein Investitionsvolumen von rund 1,5 Millionen Euro erfordern. Diese Erweiterung wird eine Vergrößerung der Nutz- und Lagerflächen um etwa 800 Quadratmeter auf insgesamt 2800 Quadratmeter ermöglichen und ist auf den gestiegenen Platzbedarf des Unternehmens zurückzuführen, der durch eine erfreuliche Geschäftsentwicklung verursacht wurde.
Ein zentrales Merkmal dieser Erweiterung wird ein Palettenhochregallager mit 1100 Stellplätzen sein, das interne Betriebsabläufe optimieren soll. Bestehende Außenlager können aufgegeben werden, was zu einer Effizienzsteigerung führen wird. Zudem werden im neuen Produktionsbereich zwei Sägen installiert, die derzeit im Bestandsgebäude genutzt werden. Die Fertigstellung der Gebäudeerweiterung wird im Sommer 2026 erwartet, nachdem die notwendigen Behördenverfahren abgeschlossen sind.
Genehmigungsprozess und Standortdetails
Um die geplanten Maßnahmen in die Tat umzusetzen, hat FRIWA Metallverarbeitungs GmbH eine gewerbebehördliche Genehmigung beantragt, die die Änderung und Erweiterung der bestehenden Betriebsanlage „Schlosserei“ betrifft. Die bestehende Anlage befindet sich an der Johann-Georg-Ulmer-Straße 11, während die neuer Standort für die Erweiterung unter GST NR 9352/9 in Dornbirn angelegt wird. Die Plan- und Beschreibungsunterlagen stammen aus Dezember 2025, und die Veröffentlichung der Genehmigung läuft bis zum 22. Jänner 2026.
FRIWA ist in den Bereichen Drehen und Fräsen tätig und beliefert Kunden aus Vorarlberg, der Schweiz und Deutschland, insbesondere in der Herstellung von Bauteilen für Kaffeemaschinen und Dentalprodukte. Im Geschäftsjahr 2025 konnte das Unternehmen einen Umsatz von rund zehn Millionen Euro erzielen, was im Vergleich zum Vorjahr stabil bleibt. Besonders bemerkenswert ist das Umsatzplus von über 20 Prozent im Jahr 2024.
Branchensituation und wirtschaftlicher Kontext
Die Situation in der Metallverarbeitungsbranche wird durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst. Laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat die Stahlindustrie in Deutschland beispielsweise eine bedeutende Rolle für die Wertschöpfungsketten des Landes. Im Jahr 2022 betrug der Umsatz der Stahlindustrie etwa 55,2 Milliarden Euro, und es waren rund 90.000 Menschen beschäftigt. Die Rohstahlproduktion betrug 36,8 Millionen Tonnen, während der Export von Stahlprodukten bei 23,1 Millionen Tonnen lag.
Diese Zahlen verdeutlichen die wirtschaftliche Relevanz der Metallbranche und den Wettbewerb, dem Unternehmen wie FRIWA gegenüberstehen. Die Innovationskraft und die Herstellungseffizienz sind entscheidend, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Besonders die Herausforderungen durch internationale Marktbedingungen, wie die massiven Exporte aus China, haben direkte Auswirkungen auf die Preissituation und die Geschäftsentwicklung in Europa.
Das Wachsen der FRIWA Metallverarbeitungs GmbH stellt also nicht nur eine unternehmerische Erfolgsgeschichte dar, sondern spiegelt auch die Dynamik und die Herausforderungen wider, die die gesamte Branche prägen. Mit einer Eigenkapitalquote von beinahe 60 Prozent hat das Unternehmen eine solide Basis für zukünftige Investitionen geschaffen und ist gut positioniert, um auf die Entwicklungen im Markt zu reagieren.
Weitere Informationen zu dieser Thematik können in den Artiken von VOL.AT, Vorarlberg.at und Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz nachgelesen werden.