Am 31. Oktober 2025 wurde ein Konkursverfahren über das Vermögen von Oliver Wolff, dem Sohn des 2020 verstorbenen Textilindustriellen Roland Julius Wolff, am Landesgericht Feldkirch eröffnet. Laut vol.at belaufen sich die Schulden von Oliver Wolff auf 4,5 Millionen Euro. Diese Verbindlichkeiten ergeben sich aus zwei Bürgschaften: 1,3 Millionen Euro für die NeXT smartBuilding GmbH & Co KG und rund 3,2 Millionen Euro für die Roland Wolff Beteiligungs KG.

Die Insolvenz von Oliver Wolff folgt auf den Konkurs der Verlassenschaft seines Vaters, der bereits im Frühsommer 2025 mit einer Schuldenlast von 6,5 Millionen Euro in Konkurs geschickt worden war. Oliver Wolff ist als Unternehmensberater tätig, und von der Insolvenz sind keine Dienstnehmer betroffen, was die Situation für seine Angestellten insgesamt entspannt.

Hintergrund der Unternehmensinsolvenzen

Die Insolvenzordnung hat das Ziel, einen gerechten Ausgleich zwischen überschuldeten Schuldnern und ihren Gläubigern herzustellen. Dies wird durch die Gerichte geregelt, wie Statista anmerkt. Insolvenzen sind in den letzten Jahren ein zunehmendes Problem in vielen Ländern. Im Jahr 2023 gab es in Deutschland rund 110.200 Insolvenzen, was einen Rückgang gegenüber den 129.300 Insolvenzen im Jahr 2013 darstellt.

Die Unternehmensinsolvenzen stiegen in Deutschland im Jahr 2023 auf insgesamt 17.814, im Vergleich zum Vorjahr. Besonders betroffen von Firmeninsolvenzen sind vor allem der Dienstleistungssektor und Unternehmen in bestimmten Bundesländern. Nordrhein-Westfalen steht hierbei an der Spitze.

Oliver Wolffs Unternehmen, die NeXT smartBuilding GmbH & Co KG sowie die Roland Wolff Beteiligungs KG, hatten bereits zuvor Insolvenzverfahren durchlaufen. Die familiäre Verbindung zu Roland Julius Wolff, der bis 2004 Geschäftsführer der Gebrüder Wolff GmbH war, deren Insolvenz 2007 erfolgte, verdeutlicht die Herausforderungen, die das Unternehmen und seine Nachfolger über Jahre hinweg belastet haben.

Schuldenfokus und Ausblick

Insgesamt stehen die aktuellen Entwicklungen im Widerspruch zu den Bemühungen vieler Unternehmen, sich in einem komplexen wirtschaftlichen Umfeld zu behaupten. Die anhaltenden Insolvenzen, die im Jahr 2024 geschätzte 320.000 verlorene Arbeitsplätze nach sich ziehen können, zeigen, dass die wirtschaftlichen Herausforderungen auch in der Zukunft auf die Unternehmen zukommen werden. Laut Statista sind die finanziellen Schäden durch insolvente Firmen für 2024 auf etwa 56 Milliarden Euro angestiegen.

Die Situation rund um Oliver Wolff und die verbleibenden Verbindlichkeiten seines Unternehmens führen zu einem weiteren Kapitel in der Geschichte einer Familie, die durch wirtschaftliche Turbulenzen gezeichnet ist. Die Entwicklungen zeigen, wie Insolvenzverfahren nicht nur Unternehmen, sondern auch deren Familienangehörige vor enorme Herausforderungen stellen können.