Am 31. Jänner 2026 sorgte ein Lawinenunfall in Klösterle, Vorarlberg, für Besorgnis und Verletzte. Eine fünfköpfige Skitouren-Gruppe, die an einem Skitouren- und Lawinen-Aufbaukurs teilnahm, war auf dem Weg zu den Maroiköpfen, als gegen 13 Uhr ein Schneebrett abging. Die Lawinenwarnstufe betrug zu diesem Zeitpunkt 3, was auf eine mittlere Gefahr hinweist und bereits erhebliche Vorsicht geboten wäre. Der Vorfall ereignete sich circa 80 Meter oberhalb der Gruppe aus unbekannten Gründen.
Bei dem Unglück wurde eine 33-jährige Alpinistin leicht verletzt, während ein 70-jähriger Tourenführer schwer verletzt und in das Landeskrankenhaus Feldkirch geflogen werden musste. Eine weitere Teilnehmerin, eine 37-jährige Tourengeherin, wurde teilweise verschüttet und begab sich selbst in ärztliche Behandlung. Laut 5min.at wurde die Gruppe durch einen Notruf alarmiert, und die Verschütteten konnten rasch mit LVS-Geräten geortet und ausgegraben werden. Im Einsatz waren die Notarzthubschrauber Christopherus 8 und Gallus 2.
Rettungsmaßnahmen im Fokus
Die umgehende Reaktion auf den Lawinenunfall zeigt, wie wichtig die richtige Ausrüstung ist. Die betroffenen Skitourengeher waren mit Lawinen-Verschütteten-Suchgeräten (LVS), Schaufeln und Sonden ausgestattet. Diese Sicherheitsvorkehrungen ermöglichten es den nachfolgenden Tourengehern, die Verschütteten relativ schnell zu lokalisieren und zu retten. Ein Sprecher der Einsatzkräfte erklärte, dass ohne diese Ausrüstung die Verletzten möglicherweise nicht so rasch gefunden worden wären.
Die Staatsanwaltschaft Feldkirch hat zur Klärung der genauen Umstände des Vorfalls bereits die Beiziehung eines Sachverständigen angeordnet, um einen Abschlussbericht zu erstellen und mögliche Ursachen des Lawinenabgangs zu ermitteln. Die Ermittlungen könnten wichtige Erkenntnisse über das Verhalten von Lawinen unter den aktuellen Bedingungen liefern.
Das Lawinenrisiko verstehen
Um derartigen Unglücken in Zukunft vorzubeugen, ist eine umfassende Kenntnis des Lawinenrisikos unerlässlich. Sportscheck empfiehlt, drei Grundregeln zu beachten: Erstens sollten aktuelle Lawineninformationen über Smartphones abgerufen werden, um jederzeit über die Gefahrenlage informiert zu sein. Zweitens ist die korrekte Einschätzung der Hanglage entscheidend, da 97% der Lawinenunfälle auf Hängen mit mehr als 30 Grad Neigung geschehen. Zuletzt spielt die Wetterbeobachtung eine wichtige Rolle, da Wind und Temperatur die Lawinengefahr erheblich beeinflussen können.
Der Vorfall in Klösterle erinnert eindringlich an die Risiken, die mit Skitouren abseits präparierter Pisten verbunden sind. Daher ist die Beachtung von Sicherheitsmaßnahmen und die richtige Vorbereitung unerlässlich für alle Wintersportler.