
Am Mittwoch, dem 2. April 2025, ereignete sich im Montafon ein schwerer Lawinenabgang, bei dem zwei Mitglieder einer vierköpfigen Skitourengruppe verschüttet wurden. Die Gruppe aus drei Männern und einer Frau, alle erfahren und einheimisch, war vom Vermuntstausee über das Kromertal in Richtung Lobturm (2.867 Meter) aufgestiegen. Nachdem sie beim Abstieg Setzungsgeräusche in der Schneedecke hörten, entschieden sie sich umzudrehen. Doch kaum hatten sie drei Schritte zurückgelegt, löste sich ein Schneebrett, das beide Tourengeher mitriss. Die zwei anderen Gruppenmitglieder, die nicht verschüttet wurden, setzten sofort einen Notruf ab und begannen mit der Ausgrabung.
Eine der verschütteten Personen konnte ihren Kopf selbstständig freilegen, während die andere sich in einer Tiefe von 80 Zentimetern unter der Schneeoberfläche befand. Es dauerte etwa 15 Minuten, bis die Ausgrabung des völlig Verschütteten gelang. Wiederbelebungsmaßnahmen wurden bis zum Eintreffen des Notarzthubschraubers durchgeführt. Glücklicherweise konnte der Mann erfolgreich wiederbelebt werden und wurde mit dem Helikopter ins Landeskrankenhaus Feldkirch geflogen. Sein Zustand ist stabil, aber der Ausgang bleibt ungewiss. Der andere mitgerissene Tourengeher erlitt während des Vorfalls eine leichte Unterkühlung. Die Bergrettung Partenen war während des gesamten Einsatzes engagiert.
Geografie und Sicherheitsaspekte
Der Vorfall fand in der Region Vorarlberg statt, einem Gebiet, das bekannt für seine herausfordernden Skitouren und hohen Lawinengefahren ist. Jährlich stellen Lawinen eine ernsthafte Bedrohung für Wintersportler und Alpinisten dar. Ein fundiertes Verständnis der Gefahren und präventive Maßnahmen sind notwendig, um Unfälle zu vermeiden. Wesentliche Risikofaktoren für Lawinen sind Wetterbedingungen, Schneebeschaffenheit und Geländeformen, die bei solchen Unternehmungen berücksichtigt werden müssen.
Strategien zur Lawinenprävention sind entscheidend. Dazu gehört eine sorgfältige Risikobewertung, Wetterbeobachtung und die Wahl sicherer Routen. Zudem sollten Wintersportler die Nutzung von Lawinenwarnsystemen in Betracht ziehen und sich an Schulungen zur Lawinenkunde und Notfallmanagement beteiligen. Eine wichtige Regel im Falle einer Lawine ist es, mit kraftvollen Schwimmbewegungen an der Schneeoberfläche zu bleiben und sich richtig zu positionieren, um eine Atemhöhle zu schaffen.
Die Bedeutung von Sicherheitsstrategien
Die Fähigkeit, Gefahren frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu handeln, ist für die Sicherheit im alpinen Raum entscheidend. Ein systematischer Ansatz zur Risikominimierung umfasst die Analyse potenzieller Gefahrenquellen, regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen und die Erstellung von Notfallplänen. Der Vorfall in Montafon verdeutlicht die Wichtigkeit, nicht nur vorbereitet zu sein, sondern auch proaktive Präventionsmaßnahmen zu ergreifen. Die Nutzung von Lawinenverschüttetensuchgeräten und das Tragen von Sicherheitsausrüstung kann im Ernstfall den entscheidenden Unterschied machen.
In Anbetracht der Tragödie, die sich am Mittwoch ereignete, bleibt zu hoffen, dass die betroffenen Personen schnell genesen und dass dieser Vorfall als Erinnerung an die Gefahren des Wintersports dient. Die Gemeinschaft ist eingeladen, darüber nachzudenken, wie sie unter Berücksichtigung solcher Risiken sicherer in den Bergen unterwegs sein kann. Die Prävention ist ein gemeinschaftlicher Prozess, der Engagement erfordert.
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