Dornbirn

Uderns im Fokus: Tourismus und Landwirtschaft im Konflikt

Die Gemeinde Uderns steht in der Kritik: Ein Bauprojekt, das das ländliche Flair verliert, sorgt für Aufregung, während Bürgermeister Bucher alle Vorwürfe zurückweist und die Aufsichtsbehörde nun prüft!

Die Gemeinde Uderns sorgt wieder einmal für Aufregung, und das liegt an einem Bauprojekt, das den Eindruck erweckt, mehr auf Tourismus als auf Landwirtschaft ausgelegt zu sein. Laut Bürgermeister und Landtagsabgeordneten Mainusch könnte hier die landwirtschaftliche Nutzung in den Hintergrund gedrängt werden. Ein Bundesbürger, der sich in Uderns niedergelassen hat, hat dem Projekt mit einigen Schafen und Alpacas eine bäuerliche Note verliehen. Doch der richtige landwirtschaftliche Fokus scheint zu fehlen, denn neben dem Hof sind vor allem ein Restaurant und Appartements für Touristen entstanden.

Der Tiroler Rundfunk ORF hat bereits einen Bericht über die Situation ausgestrahlt. Bürgermeister Bucher zeigt sich überzeugt, dass alles korrekt abläuft und man nichts falsch gemacht hat. Laut seinen Aussagen wurde das Projekt gründlich geprüft, was jedoch Fragen aufwirft. Als Bürgermeister hat er die entscheidenden Baukompetenzen und damit eine gewisse Macht in der Gemeinde. Bei den letzten Gemeinderatswahlen trat Bucher als einziger Kandidat an, und die Wahlbeteiligung betrug nur knapp 35 Prozent. Dies wirft Fragen zur Transparenz und Einflussnahme auf die Ortspolitik auf.

Rechtliche Hintergründe und Erinnerungen

Die Entwicklungen in Uderns erinnern an frühere Rechtsstreitigkeiten. So bestätigte der Verwaltungsgerichtshof im Jahr 2011 den Rückbau eines illegal errichteten Dachgeschosses sowie eines Hallenbades, das von Landwirt Hans-Peter Mair errichtet wurde. Dieser war 2007 in einen Rechtsstreit mit der Gemeinde verwickelt, da er beim Bau nicht die erforderlichen Genehmigungen einholte. Mair musste sogar 14 Tage ins Gefängnis, weil er Bußgelder einfach nicht bezahlen wollte. Solche Rückblicke lassen die aktuelle Situation umso brisanter erscheinen.

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Aktuell wird der ausgesiedelte Hof in Uderns von der Tiroler Aufsichtsbehörde überprüft, und das Ergebnis dieser Prüfung wird mit einem hohen Maß an Spannung erwartet. Besonders LHstv. Geisler, selbst Landwirt und Obmann des Tiroler Bauernbundes, wird genau beobachtet. Die Möglichkeit, dass dieser Fall zu einem Präzedenzfall wird, lässt viele spekulieren.

Die Komplexität der Situation

Die anhaltenden Diskussionen in der Gemeinde werfen zudem die Frage auf, wie sich der Tourismus auf die lokalen Strukturen auswirkt. In einer Region, die stark vom Wintersport abhängt, könnte der Trend, dass Skifahren immer mehr zum Luxus wird, viele in der Gemeinde beunruhigen. Die Bedenken hinsichtlich der Einflüsse des Tourismus auf die ursprüngliche bäuerliche Prägung sind laut. Anstatt den Weg des geringsten Widerstands zu gehen, wird es von großer Bedeutung sein, einen ausgewogenen Ansatz zu finden, der sowohl den landwirtschaftlichen Charakter als auch die touristischen Interessen berücksichtigt.

Mehr Informationen zum Thema finden sich hier.


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Quelle
meinbezirk.at

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