Am 10. Jänner 2026 ereignete sich um 17:15 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall auf der L52 in Rankweil, der insgesamt sieben Personen verletzte. Laut vol.at war die Straße bei dem Vorfall aufgrund von Schneeglätte gefährlich. Die beiden beteiligten Pkw, ein Fahrzeug mit einem 27-jährigen Fahrer, der mit seiner Ehefrau und zwei Kindern unterwegs war, und ein weiteres Fahrzeug mit einem 44-jährigen Fahrer sowie seinen zwei Kindern, kollidierten frontal, nachdem das erste Fahrzeug ins Rutschen geraten war.
Die Verletzungen der Insassen sind von unbestimmtem Grad, und alle sechs Personen wurden in die Krankenhäuser Dornbirn und Feldkirch gebracht. Der Einsatz war entsprechend umfangreich: Fünf Rettungsfahrzeuge, vier Feuerwehrfahrzeuge mit insgesamt 20 Einsatzkräften und sieben Polizeibeamte waren vor Ort. Die L52 war bis 19:50 Uhr vollständig gesperrt, da die beiden erheblich beschädigten Fahrzeuge sichergestellt werden mussten.
Witterungsbedingungen spielen eine entscheidende Rolle
In den letzten Wochen zeigen sich die Gefahren winterlichen Straßenverkehrs klar, wie auch der Vorfall in Rankweil verdeutlicht. Ähnliche Wetterbedingungen trugen auch zu einem Unfall am 7. Jänner 2026 in Stein-Neukirch bei, bei dem ein 38-jähriger Verkehrsteilnehmer nicht rechtzeitig bremsen konnte und mit einem bevorrechtigten Pkw kollidierte. Hierbei waren vier Personen leicht verletzt worden. Der Unfall ereignete sich ebenfalls unter schneeglatter Fahrbahn und führte zu einer mehrstündigen Sperrung der K34, wie lokalo.de berichtet.
Das Umweltbundesamt hebt hervor, dass winterliche Wetterbedingungen in der Regel zu einer erhöhten Unfallgefahr führen. Besondere Vorsicht ist in den Monaten Dezember, Jänner und Februar geboten, wenn Schnee und Eis die Straßenverhältnisse deutlich beeinflussen. Eine Studie zeigt, dass Schnee- und Eisglätte auch bei höheren Unfallzahlen aus anderen Jahren für eine niedrige Zahl an Unfällen mit Personenschaden sorgen können, weil viele Verkehrsteilnehmende ihre Geschwindigkeit den Gegebenheiten anpassen.
Verkehrssicherheit im Winter
Die Unfallstatistiken belegen, dass viele Verkehrsteilnehmende sich bei winterlichen Bedingungen vorsichtiger verhalten. Dennoch bleibt die Wahrscheinlichkeit für Unfälle erhöht. Das Forschungsprogramm „Adaptation der Straßenverkehrsinfrastruktur an den Klimawandel (AdSVIS)“ wurde initiiert, um Klimarisiken für das Bundesfernstraßennetz zu ermitteln. Diese Maßnahmen sind besonders wichtig, da die Veränderungen im Klima auch zukünftige Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit haben könnten. Die Straßeninfrastruktur muss angepasst werden, um den Risiken durch veränderte Wetterbedingungen gerecht zu werden.
Es bleibt zu hoffen, dass die jüngsten Vorfälle zu einem besseren Bewusstsein für die Gefahren winterlicher Straßenverhältnisse führen und Verkehrsteilnehmende sich den Wetterbedingungen entsprechend vorsichtiger verhalten, wie auch die Umweltbundesamt betont. Die sichtbaren Schäden und Verletzten sollten als ernstzunehmende Mahnung an alle Verkehrsteilnehmenden verstanden werden.