Die vergangene Woche war für die Salzburger Klubs in der Westliga ein klarer Rückschlag. Die Trainer der Mannschaften hatten mit einer trüben Stimmung zu kämpfen. Die Spieler zeigten eine unerklärliche Trägheit auf dem Spielfeld, und die Aggressivität ließ zu wünschen übrig. Lediglich der SC Kuchl konnte mit einer soliden Leistung aufwarten, schaffte es aber auch nicht, den Sieg für sich zu entscheiden.

Von insgesamt sechs teilnehmenden Mannschaften konnte nur Austria Salzburg den Platz als Sieger verlassen. Mit einem gewonnenen Spiel gegen Imst, die gegen Dornbirn nur ein Unentschieden erreichten, verkürzten die Violetten ihren Rückstand auf einen Punkt. Der Trainer von Austria Salzburg, Milos Savic, war jedoch nicht zufrieden: „Es war einfach ein schlechter Tag“, erklärte er. Trotz des Sieges bleibt die Leistung der Mannschaft in der Kritik.

Schwache Leistungen und fehlende Effizienz

Der FC Pinzgau hatte mit den Schwazern einen vermeintlich leichteren Gegner vor der Brust, konnte jedoch nicht überzeugen und musste eine 0:1-Niederlage hinnehmen. Trainer Florian Klausner war frustriert über die schwache Leistung seiner Spieler: „Sie waren aggressiver, haben uns den Schneid abgekauft. Wir hatten zwei glasklare Chancen, aber konnten sie nicht nutzen.“ Diese Effizienz vor dem Tor fehlte den Spielern des FC Pinzgau an diesem Tag stark.

In einem weiteren Spiel musste sich auch Wals-Grünau geschlagen geben. Gegen Röthis glitt ihnen die Führung aus den Händen – nach dem Ausgleich gelang den Gastgebern der zweite Treffer, und die Flachgauer konnten nicht mehr aufholen. Trainer Christoph Knaus stellte fest: „Wir sind erst nach dem zweiten Gegentreffer aufgewacht.“ Dennoch war er stolz auf den Kampfgeist seiner Mannschaft: „Wir hatten auch zwei, drei gute Chancen, aber Röthis war einfach griffiger.“

Eine positive Ausnahme stellte der SC Kuchl dar, der gegen Hohenems spielte. Nach einer gewissenhaften Leistung und einer frühen Führung durch Marco Hödl sahen sie wie der sichere Gewinner aus. Doch in letzter Sekunde gelang Hohenems der Ausgleich, was bei Trainer Tom Hofer große Enttäuschung auslöste. „Es tut uns total weh, wir sind mega enttäuscht. Der Sieg wäre verdient gewesen, aber momentan haben wir nicht das notwendige Glück“, resümierte Hofer. Das Team kam nicht vom Fleck und sieht sich mit einem vierten Remis in Folge konfrontiert.

Das Wochenende hat deutlich aufgezeigt, dass die Herbstmüdigkeit die Salzburger Klubs fest im Griff hat. Die Herausforderung, die Leistung auf das nächste Level zu heben, steht den Trainern jetzt bevor, um in den kommenden Spielen konkurrenzfähig zu bleiben. Dennoch bleibt die Hoffnung auf Besserung, wenn die Spieler ihre Form wiederfinden und die nötige Energie aufbringen.