In Sulzberg-Thal, Vorarlberg, ereignete sich in der Nacht zum 3. Februar 2026 ein schwerer Dachstuhlbrand im ehemaligen Gasthaus Taube. Der Brand wurde zufällig von einem vorbeifahrenden Autofahrer entdeckt, der umgehend den Notruf absetzte. Die alarmierten Einsatzkräfte trafen kurz nach Mitternacht am Einsatzort ein und stellten fest, dass der Brand bereits auf den Dachstuhl übergegriffen hatte, was zur Alarmstufenerhöhung führte. Glücklicherweise gab es keine Verletzten.
Insgesamt waren sieben Feuerwehren aus den umliegenden Gemeinden im Einsatz, wozu rund 150 Feuerwehrleute gehörten. Unterstützt wurden die Löschmaßnahmen von zwei Rettungswagen und einem Notarztfahrzeug. Durch die umfangreichen Löschaktionen konnte der Brand relativ schnell unter Kontrolle gebracht werden, jedoch entstand erheblicher Sachschaden am Gebäude. Die Verkehrsbehinderung in der Umgebung war enorm, da die L6 für den gesamten Verkehr gesperrt werden musste, wie die Landespolizeidirektion Vorarlberg berichtete.
Besondere Umstände der Brandentstehung
Die Ursachen des Feuers sind zurzeit noch unbekannt. Nach Aussagen von den Einsatzkräften fanden bereits Nachbarn vor dem Eintreffen der Feuerwehr, noch bevor die Flammen aus den Fenstern zu sehen waren, Möglichkeiten, das Feuer mit Handfeuerlöschern zu bekämpfen. In einem anderen Einsatz am späten Samstagnachmittag in der Umgebung brach ein ähnlicher Dachstuhlbrand im Wohntrakt eines Gebäudes aus, das auch eine Tischlerei beherbergt. Dort war die Alarmierung aufgrund eines Küchenbrandes erfolgt, der durch eine versehentlich eingeschaltete Herdplatte verursacht wurde, wodurch Plastikgegenstände in Brand gerieten. Die Hausbewohner konnten das Gebäude selbstständig verlassen, bevor die Feuerwehr eintraf.
Statistiken belegen, dass Küchen mit 27 % der Brandentstehungen die häufigsten Orte für Gebäudebrände darstellen. Besonders in Wohngebäuden machen sie fast die Hälfte aller Brandfälle aus, wie die vfdb-Brandschadenstatistik zeigt. Die Zeiten zwischen 23 Uhr und 4 Uhr sind zudem mit höherem Schadenausmaß verbunden, obwohl weniger Brände in diesem Zeitraum auftreten.
Ergebnisse der Feuerwehrarbeit
Die Feuerwehr konnte den Brand in Sulzberg sechs Stunden nach dem Eintreffen endgültig löschen. Drei Anwohner wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Landeskrankenhaus Bregenz gebracht. Diese Vorfälle unterstreichen die wichtige Rolle der Feuerwehr und der präventiven Maßnahmen zum Brandschutz. Damit solcherart Brände in Zukunft effektiver bekämpft werden können, ist eine bessere Datenerfassung und Analyse von Brandursachen, wie sie durch die vfdb gefördert wird, von großer Bedeutung.
Die verschiedenen Einsätze am Samstag in Sulzberg und die aktuellen Inzidenzen von Wohnungseinsätzen generieren einen wichtigen Diskurs über die Sicherheit in Wohngebieten und die Notwendigkeit für Aufklärungsmaßnahmen, um zukünftige Katastrophen zu vermeiden.