Alarmstufe Rot in Dornbirn: Ärztinnen kämpfen um Geburtenstation!

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Ärztinnen aus Dornbirn warnen vor der Schließung der Geburtenstation, die Mütter und Kinder gefährden könnte. Petition mit 44.000 Unterschriften.

Ärztinnen aus Dornbirn warnen vor der Schließung der Geburtenstation, die Mütter und Kinder gefährden könnte. Petition mit 44.000 Unterschriften.
Ärztinnen aus Dornbirn warnen vor der Schließung der Geburtenstation, die Mütter und Kinder gefährden könnte. Petition mit 44.000 Unterschriften.

Alarmstufe Rot in Dornbirn: Ärztinnen kämpfen um Geburtenstation!

Im Vorfeld der geplanten Schließung der Geburtenstation am Krankenhaus Dornbirn haben sich zwei Ärztinnen, Dr. Angelika Franz und Dr. Evi Reinstadler, zu Wort gemeldet. Sie warnen vehement vor den Konsequenzen dieser Entscheidung, die sie als „medizinisch nicht nachvollziehbar“ betrachten. Die Gynäkologinnen fühlen sich von der Politik übergangen und argumentieren, dass die Schließung einen klaren Rückschritt für die Frauengesundheit darstellen würde, insbesondere im Hinblick auf die Versorgung von Müttern und ihren Neugeborenen. Diese Sorgen teilen viele Bürger, wie sich in der vergangenen Zeit gezeigt hat, als innerhalb von 24 Stunden über 30.000 Menschen eine Petition zum Erhalt der Geburtenstation unterschrieben haben. vol.at berichtet, dass die Ärztinnen angesichts der geplanten Verlagerung der Geburtshilfe nach Bregenz vor gravierenden Folgen warnen.

Dornbirn ist die geburtenstärkste Klinik in Vorarlberg mit jährlich rund 1.300 Geburten. Das Krankenhaus verfügt darüber hinaus über drei zertifizierte Zentren, darunter ein Brustgesundheitszentrum und ein Zentrum für gynäkologische Tumoren. Im Gegensatz dazu gibt es in Bregenz keine solchen zertifizierten Einrichtungen, was den Aufbau neuer Strukturen erheblich erschweren könnte. Die Ärztinnen betonen zudem, dass die Schließung auch die Behandlung von Kindern mit akuten Erkrankungen beeinträchtigen könnte. Die Verlagerung der Geburtshilfe nach Bregenz befürchten sie impacts auf die Qualität der Betreuung und Versorgung bei Geburten.

Gravierende Auswirkungen auf die Frauenversorgung

Die Bedenken der Ärztinnen gehen über die Geburtshilfe hinaus. So zählt das Beckenbodenzentrum in Dornbirn jährlich 240 Operationen und betreut rund 1.400 Patientinnen. Eine Schließung dieses Zentrums würde viele Frauen ohne adäquate Versorgung lassen. Dr. Franz und Dr. Reinstadler kritisieren, dass die Entscheidung vermeintlich aus wirtschaftlichen Gründen getroffen wurde und nicht auf den tatsächlichen medizinischen Bedürfnissen der Bevölkerung basiert. ORF Vorarlberg ergänzt, dass die Ärztinnen am Mittwoch planen, die Petition mit über 44.000 Unterschriften an politische Entscheidungsträger zu übergeben, um Gehör zu finden.

Diese Entwicklung findet statt in einem gesundheitspolitischen Kontext, der auch durch die Veröffentlichung des Jahrbuchs der Gesundheitsstatistik 2021 von Statistik Austria abrundiert wird. Die regelmäßig publizierte Abschätzung seit 1957 bietet einen umfassenden Überblick über den Gesundheitszustand der österreichischen Bevölkerung und die Versorgungsstrukturen im Gesundheitswesen. Es wird betont, dass die COVID-19-Pandemie die Notwendigkeit einer fundierten Informationsbasis in der Gesundheitsversorgung verdeutlicht hat. Diese Publikation umfasst wichtige Indikatoren wie Fertilitätsraten, Krankenhausaufenthalte und Krankheitsstatistiken, die für die gesundheitspolitische Planung von Bedeutung sind.

Die Situation in Dornbirn verdeutlicht einmal mehr, wie kritisch die gesundheitliche Versorgung in der Region zukünftig gestaltet werden muss und dass vor allem die Bedürfnisse der Einwohner nicht aus dem Blickfeld geraten dürfen.