Am Freitagmittag sorgte ein ungewöhnlicher Vorfall an der Anschlussstelle Oberuhldingen der B 31 für Aufsehen: Ein Ausreißer aus dem nahegelegenen Affenberg Salem, ein männliches Jungtier, wurde im Grünstreifen neben der Fahrbahn gesichtet. Die Polizei begann sofort mit der Verfolgung des flinken Primaten, der jedoch geschickt in die Baumkronen entkam und sich widersetzte, wieder eingefangen zu werden.
Flucht in die Freiheit
Selbst nach mehreren erfolglosen Versuchen, den Affen zurück in sein sicheres Gehege zu bringen, zeigte er keinerlei Bereitschaft, sich ergreifen zu lassen. Weder die Polizeibeamten noch die Angestellten des Affenbergs konnten den Entflohene dazu bewegen, freiwillig die Freiheit aufzugeben, die er gefunden hatte. Trotz Nahrungsmitteln weigerte sich das Tier beharrlich, zurückzukehren, und flüchtete schließlich in ein großes Waldgebiet in Oberuhldingen, wo er bislang unauffindbar ist.
Überwältigende Freiheit
Der Parkleiter vermutet, dass der Ausreißer eine Lücke im Zaun ausnutzte, die sich bei einem Unwetter gebildet hatte, um zu entkommen. Er ist optimistisch, dass der Affe die Möglichkeit hat, außerhalb des Affenbergs zu überleben, da Nahrung reichlich vorhanden ist und die Umgebung ähnlich der gewohnten Umgebung ist. Trotzdem wird befürchtet, dass der Berberaffe vom Aussterben bedroht ist, da er auf der Roten Liste der gefährdeten Arten steht und nur noch wenige tausend Exemplare weltweit gibt.
Rote Liste der Weltnaturschutzunion IUCN
Die Berberaffen haben ihre Heimat in den Gebirgsregionen Marokkos und Algeriens und sind eine bedrohte Art. Im Affenberg Salem leben etwa 200 dieser Tiere in einem naturbelassenen Waldstück auf 20 Hektar Land und können von Besuchern hautnah erlebt werden.