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Volksbegehren boomt: 13.686 Euro für 100.000 Unterschriften!

In Österreich läuft derzeit die Eintragungswoche zu Volksbegehren, die es den Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht, aktiv an der politischen Willensbildung teilzunehmen. Bis zum 3. April 2025 stehen insgesamt drei Volksbegehren zur Unterschrift bereit, die online oder an Gemeindeämtern unterstützt werden können. Diese sind: „Nein zur ORF-Haushaltsabgabe“, „Autovolksbegehren“ und „Stoppt die Volksbegehren-Bereicherung“. Neben diesen stehen 34 weitere Volksbegehren zur Unterstützung an, darunter Vorschläge wie „Smartmeter-Diktatur beenden“ und „Gratis Verhütung“.

Ein Volksbegehren muss mindestens 100.000 Unterschriften sammeln, um in die österreichweite Umsetzung zu gelangen. Erreicht ein Volksbegehren dieses Ziel, erhalten die Einreicher 13.686 Euro aus den Steuerzahler-Kassen. Allerdings sind die Kosten für die Abwicklung dieser Verfahren durch die Behörden nicht in dieser Summe enthalten. Die finanziellen Anreize für die Initiatoren sind ein zentraler Aspekt der Debatte um Volksbegehren in Österreich, die teilweise als Geschäftsmodell betrachtet werden.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Volksbegehren können unabhängig vom Hauptwohnsitz in jeder Gemeinde oder online unter oesterreich.gv.at unterschrieben werden. Für die Online-Unterzeichnung ist eine ID Austria oder ein EU Login erforderlich, und auch Auslandsösterreicher haben die Möglichkeit, ihre Unterstützung online zu geben. Wichtig ist, dass für die Teilnahme an einem Volksbegehren die stimmberechtigten Personen am letzten Tag des Eintragungszeitraums in der Wählerevidenz einer Gemeinde eingetragen sind.

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Die Mehrzahl der Gesetze im Nationalrat resultiert aus Regierungsvorlagen, die zuvor einstimmig vom Ministerrat beschlossen werden müssen. Diese Vorlagen werden auf Grundlage von Ministerialentwürfen erstellt, die von den zuständigen Bundesministern ausgearbeitet werden. Dieser Prozess zeigt die Bedeutung von Bürgerbeteiligung, die über Volksbegehren und die Stellungnahme zu Ministerialentwürfen erfolgt. Bürgerinnen und Bürger können im Rahmen eines vorparlamentarischen Begutachtungsverfahrens Stellungnahmen zu den Entwürfen abgeben, die dann in die Überarbeitung des Gesetzentwurfs einfließen können.

Volksbegehren und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen

Ein großes Spektrum an Volksbegehren zeigt, dass die Bevölkerung in Österreich aktiv in die politische Diskussion einbezogen werden möchte. Themen wie die Abschaffung der Sommerzeit oder der Austritt aus der WHO zeigen die Vielfalt der Anliegen, die von den Bürgerinnen und Bürgern vorgebracht werden. Es ist entscheidend, dass diese Anliegen ernst genommen und im politischen Prozess berücksichtigt werden.

Letztlich ist die Teilnahme an Volksbegehren nicht nur ein Recht, sondern auch eine Pflicht für alle, die an der Gestaltung ihrer politischen Realität interessiert sind. Die bevorstehenden Wahlen und die laufenden Volksbegehren bieten eine hervorragende Gelegenheit, sich in die österreichische Demokratie einzubringen und die eigene Stimme zu erheben.

Für weitere Informationen über Bürgerbeteiligung und Volksbegehren können Interessierte die Seiten des Parlaments besuchen, wo umfassende Daten und Verfahren erläutert werden.

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Weitere Quellen
oesterreich.gv.at

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