
Im Januar 2025 fand die beliebte Aktion „Stunde der Wintervögel“ in Österreich statt, bei der über 27.000 Menschen die Vogelpopulation in ihren Gärten beobachteten und zählten. Diese Initiative, ins Leben gerufen von BirdLife Österreich, hat sich als äußerst erfolgreich erwiesen. In diesem Jahr wurden beeindruckende 650.000 Vögel gezählt, wobei die Kohlmeise als häufigster Gast an den Futterhäuschen hervorstach. Ihr auffälliges gelbes Bauchgefieder und der schwarze Kopf machten sie zum Star der Zählung. Auf den Plätzen zwei und drei landeten der Haussperling und der Feldsperling, bekannter als Spatzen. Überraschend war die hohe Zahl der Bergfinken, die normalerweise in Skandinavien überwintern, aber dieses Jahr allesamt nach Österreich kamen, um die reichhaltige Nahrung auszukosten.
Vogelschutz im Visier
Trotz dieser positiven Beobachtungen gibt es auch besorgniserregende Entwicklungen. Besonders der Grünling ist von einer Krankheit betroffen und leidet unter einem erheblichen Rückgang seiner Population. Eine Analyse aus den letzten Jahren zeigt, dass sich die Anzahl der Vögel in den Gärten der Österreicher verringert hat: 2008 wurden noch im Schnitt 48 Vögel pro Garten gesichtet, heute sind es nur noch 31. Dies liegt jedoch nicht nur an der Gesamtzahl der Vögel, sondern auch an den klimatischen Bedingungen, die die Lebensräume der Vögel beeinflussen. Ein milder Winter mit ausreichend Futter im Wald zieht viele Vögel dorthin, sodass sie weniger in die Gärten kommen.
Um Vögeln in den kalten Monaten das Überleben zu erleichtern, wird empfohlen, essentielle Futterspender in Gärten oder auf Balkonen zu installieren. Wie genau man solche „Winter-Snackbars“ für Vögel selbst bauen kann, zeigt eine Anleitung des NABU. Der NABU-Experte Julian Heiermann bietet darüber hinaus monatlich Tipps und beantwortet Fragen zum Naturschutz rund um Haus und Garten. So wird nicht nur das Beobachten der gefiederten Freunde zum Vergnügen, sondern auch der Beitrag zum Schutz und zur Erhaltung der Vogelpopulation gestärkt.
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