Ein 59-jähriger Mann namens Ryan Routh wurde heute zu lebenslanger Haft verurteilt, nachdem er des versuchten Attentats auf den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump für schuldig befunden wurde. Richterin Aileen M. Cannon verhängte zudem sieben Jahre Haft wegen eines Waffendelikts. Routh war beschuldigt worden, 2024 in Florida einen Anschlag auf Trump, der damals republikanischer Präsidentschaftskandidat war, geplant zu haben. Die Tat fügt sich in die Reihe von gefährlichen Bedrohungen gegenüber US-Präsidenten ein, wie Tagesschau.de berichtet.

Ryan Routh stellte sich selbst vor Gericht und bestritt die Vorwürfe. Er hatte zunächst die Verteidigung abgelehnt und acceptierte erst am Ende des Verfahrens die Hilfe eines Anwalts. Laut Aussagen der Richterin zeigte Routh keine Reue und habe über Monate hinweg Schritte unternommen, um Trump zu ermorden. Der Einfang des Täters war tumultarisch; der Secret Service hatte auf ihn geschossen, als er sich in Büschen versteckt hielt, wobei Routh jedoch keine Schüsse abgab und die Flucht ergriff, bevor er später festgenommen wurde.

Die Fallakte

Die Jury sprach Routh schließlich schuldig, was die Richterin als klare Bestätigung seiner kriminellen Absichten sah. Routh hatte anscheinend Trump 2016 gewählt, war jedoch enttäuscht von dessen erster Amtszeit. Diese Verbitterung soll ihn zu seinem verwerflichen Plan motiviert haben. Der Fall entblößt die Sicherheitsrisiken, die viele Politiker in den letzten Jahrzehnten betrifft, einschließlich Trump, der erst wenige Monate zuvor in einem anderen Attentatsversuch am 14. Juli 2024 verletzt wurde.

Dieser Vorfall, bei dem Trump während einer Wahlkampfveranstaltung von einem bewaffneten Mann angeschossen wurde, wurde vom FBI als versuchter Mord eingestuft. Der Täter wurde vom Secret Service erschossen. Trump selbst kommentierte dieses Ereignis und äußerte, er sei von Gott gerettet worden, um Amerika wieder großartig zu machen. Solche gefährlichen Umstände sind in der Geschichte der USA kein Einzelfall, erklärt Tagesspiegel.

Historischer Kontext

Die USA haben eine lange Geschichte an Attentatsversuchen und Mordanschlägen gegen Präsidenten. Bekannte historische Fälle beinhalten die Ermordungen von Abraham Lincoln, James Garfield, William McKinley und John F. Kennedy. Des Weiteren gab es zahlreiche gescheiterte Attentate, bei denen Politiker wie Theodore Roosevelt, Gerald Ford und Ronald Reagan verletzt, aber überlebt haben.

Die systematischen Bedrohungen stellen eine fortdauernde Herausforderung für den Secret Service dar, der zur Sicherheit der hochrangigen offiziellen Stellen in den USA eingesetzt ist. Die Bedeutung präventiver Maßnahmen und der effizienten Reaktion auf Bedrohungen wird durch die Vorfälle rund um Donald Trump erneut unterstrichen.