
Die österreichischen Versicherungsunternehmen haben sich im dritten Quartal 2024 überraschend robust gezeigt, trotz erheblicher Schäden aus den Unwettern, die im September über Österreich und umliegende Länder hinwegfegten. Der Bericht der Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) dokumentiert eine stabile Ertragslage, die sich durch ein Wachstum des Prämienvolumens um 4,19 % auf 5,29 Milliarden Euro bemerkbar machte. Besonders auffällig sind die positiven Entwicklungen in der Krankenversicherung, wo die Prämieneinnahmen um beeindruckende 11,38 % auf 799 Millionen Euro anstiegen. Dennoch belasteten die Unwetterschäden die versicherungstechnischen Ergebnisse erheblich, insbesondere in der Schaden- und Unfallversicherung, die mit einem Minus von 12 Millionen Euro abschloss, so apa-ots.at.
Unglaubliche Ergebnisse trotz Sturmschäden
Die Vienna Insurance Group konnte im gleichen Zeitraum eine bemerkenswerte Erhöhung der verrechneten Prämien um 8 % auf 11.473 Millionen Euro verzeichnen, was auf Erfolge in verschiedenen Marktsegmenten zurückzuführen ist. Somit erwies sich der türkische Markt als besonders lukrativ mit einem Anstieg von 30,3 %. Auch in Österreich ist eine beachtliche Prämiensteigerung von 6,5 % zu verzeichnen. Trotz der schweren Bruttoschäden des Sturms Boris, die auf geschätzte 600 Millionen Euro beziffert werden, konnte die Gruppe dank der Rückversicherungsvorkehrungen und eines soliden operativen Ergebnisses die Nettoauswirkungen auf lediglich 70 Millionen Euro reduzieren. Die Netto Combined Ratio blieb mit 94,3 % stabil und zeigte eine gleichbleibend starke Leistungsfähigkeit im Vergleich zum Vorjahr. Diese Zahlen belegen die Resilienz und das solide Fundament der Versicherungswirtschaft in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld, wie group.vig berichtet.
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