Im Jahr 2022 hat sich weltweit etwa 1,3 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert, während rund 630.000 Menschen an den Folgen von Aids starben. Diese alarmierenden Zahlen sind Teil eines umfassenden Berichts, der die aktuellen Herausforderungen im Kampf gegen HIV und Aids verdeutlicht. Laut Kleine Zeitung lebten Ende 2024 schätzungsweise 40,8 Millionen Menschen mit HIV, wobei mehr als drei Viertel von ihnen Zugang zu lebensnotwendigen Medikamenten hatten.

Die Infektions- und Sterbezahlen haben im Vergleich zu 2010 signifikant abgenommen. Dennoch zeigen sich besorgniserregende Entwicklungen, insbesondere aufgrund erheblicher Kürzungen internationaler Hilfsgelder im Gesundheitsbereich. Diese Kürzungen haben verheerende Auswirkungen, was auch die UNAIDS-Chefin Winnie Byanyima betont. Im Anfang des Jahres 2025 fror die neue US-Regierung vorübergehend alle Zahlungen im Zusammenhang mit HIV ein, obwohl die USA zuvor für drei Viertel der internationalen HIV-Gelder verantwortlich waren.

Rückgang des Zugangs zu Präventionsmaßnahmen

Ein besonders besorgniserregender Aspekt der aktuellen Situation ist der Rückgang des Zugangs zu Präventionsmaßnahmen. In Uganda sank zwischen Ende 2024 und September der Zugang zu vorbeugenden HIV-Medikamenten um 31 Prozent, während in Burundi der Rückgang sogar 64 Prozent betrug. Diese Entwicklungen stehen im Kontrast zu den Fortschritten, die in den letzten Jahren erzielt wurden, und werfen ein Licht auf die Notwendigkeit, mehr in die Gesundheitsinfrastruktur und Präventionsprogramme zu investieren.

Eine Untersuchung zeigt, dass die Verteilung von Kondomen in Nigeria zwischen Ende 2024 und März um mehr als die Hälfte fiel. Diese Rückgänge gefährden nicht nur die Fortschritte im Kampf gegen HIV, sondern erhöhen auch das Risiko von Neuinfektionen in diesen Ländern, wo die epidemische Lage besonders angespannt ist.

Globale Herausforderungen und Fortschritte

Weltweit leben etwa 41 Millionen Menschen mit HIV, und das Virus gehört zur Familie der Retroviren, was bedeutet, dass unbehandelt Aids die Folge ist. Die Übertragung erfolgt durch Körperflüssigkeiten, insbesondere Blut. Zwei Drittel der Betroffenen leben in Afrika, vor allem südlich der Sahara. Laut Statista erleidet dieser Kontinent nach wie vor einen großen Teil der globalen Krankheitslast, mit etwa 490.000 Neuerkrankungen und 260.000 AIDS-bedingten Todesfällen pro Jahr.

Die Fortschritte in der Behandlung sind jedoch bemerkenswert. Millionen Lebensjahre wurden in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen durch antiretrovirale Therapien (ART) gerettet, die den Krankheitsverlauf signifikant verlangsamen können. Schätzungen zufolge hatten 77% der HIV-Infizierten bis Ende 2024 Zugang zu antiretroviralen Therapien. Diese Zugangszahlen nehmen auch bei der Schwangerenbevölkerung zu, wo 84% der Frauen mit HIV entsprechende Medikamente zur Verhinderung der Übertragung auf das Kind erhielten.

Nationale Budgets und finanzielle Herausforderungen

Laut den Informationen von UNAIDS müssen die jährlichen Investitionen zur Bekämpfung von HIV von 20 auf 29 Milliarden US-Dollar bis 2025 erhöht werden. Aktuell stehen 18,7 Milliarden US-Dollar für die AIDS-Bekämpfung in einkommensschwachen und mittleren Ländern zur Verfügung, was 17% unter dem benötigten Betrag liegt. Die Investitionen müssen nicht nur auf internationalem Niveau erhöht werden, sondern auch viele Staaten berichten von Plänen zur Steigerung ihrer nationalen HIV-Budgets bis 2026.

Insgesamt zeigt der Bericht die dringende Notwendigkeit einer verstärkten internationalen Zusammenarbeit und Unterstützung, um den Kampf gegen HIV und Aids fortzusetzen. Es bleibt abzuwarten, wie die politischen Entscheidungen der nächsten Jahre den Zugang zu lebenswichtigen Behandlungen und Präventionsmaßnahmen beeinflussen werden.