
Im Dezember 2024 brach der Einzelhandel in Österreich einen Rekord: Die Verkaufserlöse stiegen kalenderbereinigt um 4,6 Prozent und real um 3,1 Prozent. Dies war ein bemerkenswerter Anstieg im Vergleich zu November, wo ein Plus von 3,8 Prozent (real: 2,9 Prozent) verzeichnet wurde. Trotz dieser erfreulichen Statistiken herrscht jedoch eine gedämpfte Kauflaune, wie Rainer Will, der Geschäftsführer des Handelsverbands, erklärte. Die Menschen zeigen sich trotz gestiegener Realeinkommen zurückhaltend und sparen, während die steigende Arbeitslosenquote die Ausgabenbereitschaft bremst, berichtet vienna.at.
Herausforderungen im Weihnachtsgeschäft
Der Handelsverband Deutschland (HDE) geht von einem nominalen Umsatzplus von 1,3 Prozent im November und Dezember aus, was einem Gesamtumsatz von 121,4 Milliarden Euro entspricht. Trotz der widrigen wirtschaftlichen Bedingungen zeigt das Weihnachtsgeschäft Stabilität, auch wenn die Konsumstimmung stark unter dem Einfluss von geopolitischen Konflikten und wirtschaftlicher Unsicherheit leidet, wie HDE-Präsident Alexander von Preen feststellt. Die Umfrage des Handelsblatt Research Institutes zeigt, dass die Deutschen im Durchschnitt 297 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben wollen – nur zwei Euro mehr als im Vorjahr. Dabei planen 53 Prozent der Nicht-Lebensmittelhändler ein schlechteres Geschäft als im Vorjahr, wie einzelhandel.de berichtet.
Angesichts der faktisch gestiegenen Kaufkraft und einer positive Umsatzentwicklung bleibt der Einzelhandel skeptisch optimistisch für das Jahr 2025. Das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (Wifo) prognostiziert ein moderates Wirtschaftswachstum von 0,6 Prozent für 2025. Gleichzeitig wird eine Entlastung durch politische Maßnahmen gefordert, um den 93.000 Handelsunternehmen in Österreich eine positive Zukunftsperspektive zu bieten. Auch wenn das Verbrauchervertrauen gesunken ist, zeigen die letzten Monate, dass es auch in schwierigen Zeiten Wachstum geben kann.
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