Am Samstag führten die USA und verbündete Streitkräfte umfangreiche Angriffe gegen die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien durch. Diese „groß angelegten“ Angriffe sind Teil der Operation „Hawkeye Strike“ und eine direkte Reaktion auf einen tödlichen Angriff, bei dem zwei US-Soldaten und ein Übersetzer in Palmyra getötet wurden. Vorangegangen war der Angriff vom 13. Dezember 2025, der auch mehrere Verletzte unter den US-Soldaten zur Folge hatte. Verteidigungsminister Pete Hegseth betonte, dass keine Kriegserklärung, sondern eine Racheerklärung vorliege, und schloss weitere Angriffe nicht aus.
Wie oe24 berichtet, wurden am 19. Dezember über 70 IS-Ziele attackiert, bei denen mindestens fünf IS-Mitglieder, darunter ein Kommandant, getötet wurden. Die US-Regierung macht den IS für den tödlichen Angriff verantwortlich und hat unverzüglich Vergeltungsmaßnahmen eingeleitet. Augenzeugen berichteten von intensiven Luftangriffen in den Provinzen Rakka und Deir al-Sor.
Politische Entwicklungen in Syrien
Während die militärischen Aktivitäten im Vordergrund stehen, fanden auch diplomatische Gespräche statt. Tom Barrack, der US-Sonderbeauftragte für Syrien, traf sich in Damaskus mit der neuen syrischen Führung unter Präsident Ahmed al-Sharaa. Barrack, der Präsident Donald J. Trump und Außenminister Marco Rubio vertrat, betonte die Unterstützung der USA für die syrische Regierung, die seit dem Sturz von Bashar al-Assad im Dezember 2024 an der Macht ist.
In diesem Kontext gibt es jedoch wachsende Besorgnis über die Rechte und Sicherheit von Minderheiten in Syrien, wie Alawiten, Drusen und Kurden. Das syrische Außenministerium hat die Entschlossenheit bekräftigt, den IS zu bekämpfen, und fordert die Unterstützung der USA und der internationalen Koalition. Die US-geführte Anti-IS-Koalition wurde 2014 gegründet, um das von den Islamisten ausgerufene „Kalifat“ in Syrien und im Irak zu zerschlagen.
Die Bedrohung durch den IS bleibt bestehen
Obwohl der IS offiziell seit 2019 als besiegt gilt, ziehen sich viele IS-Kämpfer in abgelegene Wüstengebiete zurück und stellen weiterhin eine gefährliche Bedrohung dar. Der IS hat den jüngsten Angriff bislang nicht für sich reklamiert. Laut Berichten wurden mehrere IS-Anführer bei den Angriffen der US-Streitkräfte getötet.
Die aktuellsten Entwicklungen in der Region sind weiterhin besorgniserregend, insbesondere im Hinblick auf die Reaktionen der internationalen Gemeinschaft und die mögliche Eskalation durch den Iran. Die Situation bleibt komplex, wie auch Tagesschau und Deutschlandfunk dokumentieren.