In der Nacht auf Montag, dem 9. Februar 2026, wurde ein 31-jähriger serbischer Staatsangehöriger in der U-Bahnstation Schottentor in Wien festgenommen. Laut vienna.at bemerkte ein Mitarbeiter der Wiener Linien über die Videoüberwachungsanlage den Einbruch in einen Automaten für Handyzubehör und alarmierte umgehend die Polizei. Die Behörden wurden kurz nach Mitternacht verständigt und konnten den Tatverdächtigen noch am Tatort auf frischer Tat ertappen.

Der Mann hatte eine Eisenstange als Tatwerkzeug verwendet, die er zuvor aus einer Vorhangstange eines Fotoautomaten in der Station gerissen hatte. Bei der Durchsuchung des 31-Jährigen und seines Rucksacks fanden die Beamten mehrere Messer, Einbruchswerkzeuge, eine Reihe von Mobiltelefonen, Tablets sowie fünf Bankomatkarten und einen spanischen Personalausweis, die nicht ihm gehörten. Alle sichergestellten Gegenstände wurden beschlagnahmt.

Schwere Vorwürfe und Haft

Der 31-Jährige sieht sich nun einer Vielzahl von Vorwürfen gegenüber. Er wird wegen Sachbeschädigung, Einbruchsdiebstahl, Entfremdung unbarer Zahlungsmittel, Urkundenunterdrückung und mehrfachen Diebstahls angezeigt. Aktuell befindet er sich in Polizeigewahrsam und die Ermittlungen laufen weiter.

Das Ereignis wirft ein Licht auf die Kriminalitätslage in Österreich. Statistiken zeigen, dass im Jahr 2023 insgesamt rund 528.000 Straftaten angezeigt wurden, was den höchsten Stand seit 2016 darstellt. Über ein Drittel der deliktsbezogenen Fälle, etwa 186.000, entfallen allein auf Wien. Diese Zahlen betreffen verschiedene Deliktarten, darunter auch Einbruchsdiebstähle, die im Jahr 2023 mit rund 85.400 Fällen den größten Wert bislang erreicht haben. In diesem Kontext ist es erwähnenswert, dass im Jahr 2022 etwa 43% der Tatverdächtigen und Verurteilten Ausländer waren, wobei Serbien unter den häufigsten Herkunftsländern genannt wird. Dies lässt darauf schließen, dass die Thematik der Ausländerkriminalität einen signifikanten Teil der Diskussionen zu Sicherheitsfragen in Österreich einnimmt, wie Statista berichtet.

Die Vorkommnisse in Wien sind Teil einer größeren Debatte über die Kriminalität im Land, in der viele Bürger der Meinung sind, dass Zuwanderer zur Verschärfung von Kriminalitätsproblemen beitragen. Aktuelle Umfragen zeigen, dass 70% der Österreicher die Ansicht vertreten, dass Zuwanderer Probleme in diesem Bereich verschärfen. Die öffentliche Diskussion wird durch Berichte über Drogenkriminalität und andere Deliktarten weiter angeheizt, die auch in Wien stark vertreten sind. Insgesamt ist das Vertrauen in die Polizei relativ hoch, mit 77%, die in einer Umfrage im Frühjahr 2024 angegeben wurden, während gleichzeitig 85% der Befragten eine stärkere Bekämpfung des islamistischen Terrors fordern.

Inmitten solcher Herausforderungen und Diskussionen plant Österreich jedoch auch positive Entwicklungen, wie die Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Santa Barbara. Das ÖFB-Team wird während des Events dort residieren, eine Entscheidung, die von der FIFA bestätigt wurde, und die Vorfreude auf sportliche Erfolge weckt.