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Die US-Entwicklungshilfebehörde USAid steht vor einem drastischen Personalkahlschlag: US-Präsident Donald Trump hat nahezu alle Mitarbeiter beurlaubt. Der Schritt tritt an diesem Freitag, dem 23.59 Uhr Ortszeit Washington, in Kraft. Über 10.000 Angestellte sind betroffen, darunter zwei Drittel im Ausland. Lediglich weniger als 300 von ihnen bleiben aufgrund kritischer Funktionen in ihren Positionen. Laut Informationen von NPR wurden die Mittel für USAid bereits nach Trumps Amtsantritt eingefroren; der Präsident bezeichnete die Behörde als von radikalen Elementen geleitet, die Steuergelder verschwenden.
Zusätzlich zu den massiven Beurlaubungen gab es bereits vorher zahlreiche Entlassungen innerhalb von USAid. Dies wurde in einem Bericht von ZEIT hervorgehoben. Die Beurlaubungen und Entlassungen stehen im Kontext von Trumps wiederholter Kritik an der Behörde, die er als "Hort radikaler Verrückter" ansieht. Auch sein Berater Elon Musk äußerte sich abfällig über USAid und bezeichnete es als einen "Schlangennest radikal-linker Marxisten". Musk hat zudem Pläne angedeutet, USAid komplett zu schließen und die Behörde in das Außenministerium einzugliedern.
Die Folgen dieses massiven Personalabbaus sind gravierend: USAid ist der größte Geber von Entwicklungshilfe weltweit, mit bedeutenden Programmen in Ländern wie der Ukraine, Äthiopien und Jordanien. Der plötzliche Abbruch der Unterstützung könnte global erhebliche Auswirkungen haben. Zudem könnten rechtliche Schritte gegen die Beurlaubungen und Entlassungen eingeleitet werden, so dass die US-Regierung mit hohen Kosten für Rückholung und Umzüge rechnen muss. Trump verfolgt mit diesen Maßnahmen einen radikalen Umbau der amerikanischen Verwaltung, was die gesamte internationale Hilfsstruktur in Frage stellt.
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