Das US-Militär bereitet sich auf einen möglichen Angriffsbefehl von Präsident Donald Trump gegen den Iran vor. Laut Insiderinformationen plant die US-Regierung, militärische Operationen durchzuführen, die mehrere Wochen andauern könnten. Trump hat in diesem Zusammenhang einen Regimewechsel im Iran als wünschenswert bezeichnet.
Zusätzlich kündigte die Regierung die Entsendung eines weiteren Flugzeugträgers, der „Gerald R. Ford“, in den Nahen Osten an. Dieser wird sich dem bereits in der Region befindlichen Flugzeugträger „Abraham Lincoln“ anschließen. Die Ankunft des Schiffes wird in mindestens einer Woche erwartet, während es zuvor für einen Einsatz in Europa vorgesehen war und erst seit Juni 2025 auf See ist. Zudem werden zusätzliche Soldaten, Kampfflugzeuge und Zerstörer in die Region verlegt, was die militärische Präsenz der USA im Nahen Osten weiter verstärken könnte. Exxpress berichtet.
Die stellvertretende Sprecherin des Weißen Hauses, Anna Kelly, erklärte, dass alle Optionen im Hinblick auf den Iran auf dem Tisch liegen. Das Pentagon hat sich bisher geweigert, Stellung zu den aktuellen Planungen zu nehmen, die laut Experten komplexer sind als bei vorherigen Einsätzen. Bei einem längeren militärischen Engagement könnten auch staatliche und sicherheitsrelevante Einrichtungen im Iran ins Visier genommen werden. Trump äußerte zudem die Auffassung, dass es schwierig sei, eine Einigung mit dem Iran zu erzielen, und dass gelegentlich Furcht erzeugt werden müsse.
Die getroffenen Maßnahmen scheinen auch eine Antwort auf die jüngsten militärischen Entwicklungen zu sein, da ein US-Kampfflugzeug Anfang Februar eine iranische Drohne abgeschossen hat. ZDF berichtet.
Verhandlungen und Eskalation
Inmitten dieser militärischen Vorbereitungen haben US-amerikanische und iranische Diplomaten Gespräche in Oman geführt, um die Diplomatie bezüglich des iranischen Atomprogramms wiederzubeleben. Iran hat jedoch klargestellt, dass es nur über sein Atomprogramm und nicht über seine ballistischen Raketen verhandeln will. Washington fordert hingegen, dass auch andere Themen, wie die Unterstützung bewaffneter Gruppen durch Iran, auf die Agenda kommen.
Die nächste Verhandlungsrunde zwischen US-Delegation und Iran wird für Dienstag in Genf erwartet. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat jedoch betont, dass der Iran für sein „friedliches Atomprogramm“ einen hohen Preis gezahlt hat und bekräftigte sein Recht zur Urananreicherung auch im Krisenfall.
Die Rhetorik des Irans hat sich dabei kürzlich verschärft, was auch auf die neuen US-Sanktionen und militärischen Signale zurückgeführt wird, welche die Spannungen in der Region erhöhen. Die Zeit berichtet.
Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran nehmen also zu, was sich nicht nur in der militärischen Präsenz, sondern auch in der eingeschränkten diplomatischen Bewegungsfreiheit widerspiegelt. Während die Iraner ihre Urananreicherungen als unveräußerliches Recht verteidigen, scheinen die USA bereit zu sein, militärische Optionen in Betracht zu ziehen, wenn der Iran keine weiteren Zugeständnisse im Atomkonflikt macht.
In diesem Zusammenhang forderte Reza Pahlavi, Sohn des letzten iranischen Schahs, Trump auf, dem iranischen Volk zu helfen und das Regime zu beenden. Pahlavi weist darauf hin, dass die Protestierenden nicht um Reformen, sondern um das Ende des Regimes bitten, was die Dramatik der aktuellen Situation unterstreicht.
Bei den Protesten um den Jahreswechsel wurden tausende Menschen getötet, was die Ausgangslage für weitere Verhandlungen erheblich erschwert und die Komplexität der Lage im Iran untermauert.