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Trockenheit und Rekordwärme: Österreichs ungewöhnlicher Winter 2024/25

Österreich erlebt in diesem Jahr einen rekordverdächtigen Winter geprägt von extremen Wetterphänomenen. Laut den aktuellen Berichten der Kleine Zeitung und der GeoSphere Austria ist der Winter 2023/24 einer der wärmsten in der Geschichte der Wetteraufzeichnungen. Die Temperaturen im Tiefland waren um ganze 2,8 Grad über dem Durchschnitt der Normperiode von 1991 bis 2020, was den Winter fast auf den gleichen Rekordstand wie 2006/07 hebt. Besonders der Februar sticht hervor als der wärmste Februar aller Zeiten.

Die Niederschlagsmengen sind in vielen Regionen alarmierend niedrig. Die Wetterstation in Wien Hohe Warte registrierte bis zum 25. Februar nur 36 Millimeter Niederschlag, was sie an der Grenze zu den Trockenheitsrekorden von 1850/51 positioniert. Auch in Graz fielen lediglich 35 Millimeter. In der Vorhersage zeichnet sich ab, dass der Winter 2023/24 insgesamt etwa 50 Prozent mehr Niederschlag als der Durchschnitt bringen könnte, besonders in höheren Lagen. Doch die Kombination aus hohen Temperaturen und viel Niederschlag führt dazu, dass in niedrigen Lagen kaum Schnee liegt und die Tage mit Schneedecke um 50 Prozent zurückgegangen sind.

Schnee- und Sonnenmangel auf Rekordkurs

Der Klimatologe Alexander Orlik betont, dass die Niederschläge in den Bergen überwiegend aus Regen und nicht aus Schnee bestehen, was die zukünftige Schneeverteilung in Österreich widerspiegeln könnte. In den Bergen oberhalb von 1.500 Metern gab es eine durchschnittliche Schneelage, während es in den tiefen Lagen so wenig Schnee gab, dass dieser schnell wieder schmolz. Im Mittel hatte die Sonne um 15 Prozent länger geschienen als im Zeitraum von 1991 bis 2020, was diesen Winter zu einem der sonnigsten seit Jahren macht.

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Der Vergleich zu vergangenen Wintern verdeutlicht, dass die aktuellen Wetterbedingungen beispiellos sind. Laut den Erhebungen ist der Winter 2023/24 nach 2022/23 bereits die dritte in Folge, die Höchstwerte bei den Temperaturen aufweist. In den Alpen kam es zu regionalen Unterschieden in der Sonnenscheindauer, die zwischen 10 und 30 Prozent variieren. Diese extreme Witterung ist nicht nur bemerkenswert, sondern stellt auch die Herausforderungen des Klimawandels eindringlich in den Vordergrund.

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Was ist passiert?
Klimawandel
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Österreich
Genauer Ort bekannt?
Wien, Österreich
Beste Referenz
kleinezeitung.at
Weitere Quellen
zamg.ac.at

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