Am Donnerstagnachmittag, dem 6. Februar 2026, ereignete sich in Kaprun (Pinzgau) ein tragischer Unfall, bei dem ein 31-jähriger schwedischer Soldat während einer Ausbildung zum Heeresbergführer ums Leben kam. Der Vorfall geschah beim Eisklettern am „Schranbach-Eisfall“, als ein großer Eiszapfen sich löste und den Soldaten traf. Zu diesem Zeitpunkt befand sich der Soldat mit zwei weiteren Lehrgangsteilnehmern und einem Ausbilder in einer flachen Geländeformation unterhalb eines Felsvorsprungs, als das Unglück geschah. Die beiden anderen Lehrgangsteilnehmer blieben unverletzt und konnten rechtzeitig ausweichen, berichtete sn.at.

Unmittelbar nach dem Unfall leisteten Kameraden des verunglückten Soldaten Erste Hilfe und alarmierten die Rettungskräfte. Ein Notarzthubschrauber übernahm die folgenden Maßnahmen, doch der Soldat erlag am Unfallort seinen schweren Verletzungen. Die Alpinpolizei führt Ermittlungen zum genauen Unfallhergang durch, jedoch erließ die Staatsanwaltschaft Salzburg keine weiteren Anordnungen. Der Leichnam des Soldaten wird vom Österreichischen Bundesheer nach Schweden überstellt, nachdem die Angehörigen informiert wurden.

Alpines Sicherheitsrisiko in Österreich

Das Unglück ist Teil einer besorgniserregenden Statistik im alpinen Raum. Laut dem Österreichischen Kuratorium für alpine Sicherheit (ÖKAS) und der Alpinpolizei werden jährlich über 8.000 Alpinunfälle erfasst. Diese Datenbank bildet eine repräsentative Stichprobe der Unfälle im alpinen Bereich und umfasst auch tödliche Unfälle sowie solche mit Verdacht auf Fremdverschulden. Wie alpinesicherheit.at erläutert, sind die häufigsten Unfallursachen Kollisionen, Aufprallschäden und Pistenrandunfälle.

Die häufigsten Bergsportaktivitäten in Österreich sind Wandern, das die am meisten ausgeübte Sommerdisziplin darstellt, sowie Eisklettern, wie im Fall des jüngsten Unfalls. Die Unfalldatenbank wird seit 2005/06 registriert und analysiert, um Anomalien und signifikante Unterschiede in den Unfallmustern zu identifizieren.

Solche tragischen Vorfälle wie in Kaprun werfen ein Licht auf die Gefahren des alpinen Sports und unterstreichen die Notwendigkeit für eine kontinuierliche Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen in diesem komplexen Umfeld. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen des verstorbenen Soldaten in dieser schweren Zeit.