Am 11. Jänner 2026 kam es zu einem tragischen Vorfall in Minneapolis, bei dem die 37-jährige Renee Nicole Good von einem Beamten der US-Einwanderungsbehörde ICE tödlich verletzt wurde. Good blockierte mit ihrem Auto eine Straße während eines ICE-Einsatzes und ignorierte laut den Behörden wiederholt die Anweisungen der Beamten. Als sie schließlich den Wagen in Bewegung setzte, schoss ein ICE-Beamter aus Notwehr und traf sie mit mindestens zwei Kugeln, eine davon tödlich. Good wurde im Krankenhaus für tot erklärt, und die Trump-Regierung äußerte den Vorwurf, sie habe versucht, den Beamten zu überfahren. Bürgermeister Jacob Frey stellte sich hingegen gegen diese Darstellung und forderte eine transparente Untersuchung des Vorfalls.
Die Tragik des Geschehens wird durch die Aussagen von Becca Good, der Witwe von Renee, noch verstärkt. Sie beschrieb ihre Frau als einen „puren Sonnenschein“ und betonte die Bedeutung von Liebe und Schutz. Becca war zur Zeit des Vorfalls anwesend, als das Paar zum ICE-Einsatz fuhr, um einen Nachbarn zu unterstützen. Die Good-Familie hinterlässt drei Kinder.
Proteste und landesweite Reaktionen
Der Vorfall führte zu landesweiten Protesten in über 1.000 Städten, darunter Minneapolis, New York, Los Angeles, Washington, Portland und San Antonio. Unter dem Motto „ICE Out For Good“ forderten Bürgerrechts- und Migrantenorganisationen ein Ende der ICE-Einsätze und die strafrechtliche Verfolgung des Beamten, der das tödliche Feuer eröffnet hatte. In Minneapolis kamen am Samstagabend Tausende zusammen, um gegen ICE zu demonstrieren und um Good zu gedenken.
Videos des Vorfalls zeigen, dass der Beamte zur Seite trat, als er schoss. Diese Aufnahmen könnten entscheidend für die laufenden Ermittlungen sein. Währenddessen verstärkte die Trump-Regierung ihre Sicherheitspräsenz in Minnesota, indem sie Hunderte zusätzliche Kräfte entsandte, um die ICE-Beamten zu unterstützen.
Der Vorfall und die darauffolgenden Proteste haben Erinnerungen an die Unruhen nach dem Tod von George Floyd in Minneapolis im Jahr 2020 wachgerufen. Viele sehen in der wiederkehrenden Gewalt gegen Migranten und der rassistischen Ungleichheit einen besorgniserregenden Trend, der wachsende Aufmerksamkeit und Widerstand erfordert. Inmitten der Proteste fordern die Demonstrierenden nicht nur Gerechtigkeit für Renee Good, sondern auch grundlegende Reformen des ICE und die Einhaltung der Bürgerrechte.