Am 5. Februar 2026 ereigneten sich in Tirol mehrere Rodelunfälle, bei denen insgesamt drei Personen verletzt wurden. Besonders tragisch sind die Ereignisse auf der Rodelbahn der Hochzeiger Bergbahnen in Jerzens, wo gleich zwei Fahrerfluchten stattfanden. Ein polnischer Staatsangehöriger und seine 8-jährige Tochter waren erst in einen Unfall verwickelt, bei dem das Kind mit einer abgestellten Rodel kollidierte und sich am rechten Oberschenkel verletzte. Sie wurde daraufhin ins Krankenhaus Zams gebracht. Der Unfallverursacher entfernte sich unerlaubt vom Unfallort, was die Polizei vor eine Herausforderung stellte.
Nur etwa 30 Minuten später ereignete sich ein weiterer Unfall, bei dem ein 8-jähriger Junge von einem nachfolgenden Rodler gerammt wurde. Er war mit seiner Mutter unterwegs und erlitt Verletzungen am linken Oberschenkel. Auch hier fuhren die Verantwortlichen ohne anzuhalten weiter. Der Junge erhielt zunächst Hilfe von der Bergrettung, bevor seine Mutter mit ihm einen Arzt aufsuchte.
Alkoholisierter Rodler in Söll
Ein dritter Vorfall ereignete sich im Schigebiet Söll, wo ein 57-jähriger niederländischer Staatsangehöriger stark alkoholisiert auf einer gesperrten Piste rodelte. Er verlor die Kontrolle über seine Rodel und prallte gegen ein Schild eines Pistengerätes, was zu Verletzungen unbestimmten Grades führte. Der Mann wurde ebenfalls ins Bezirkskrankenhaus Kufstein eingeliefert. Dies wirft erneut Fragen zur Sicherheit bei Rodelunfällen auf, die besonders in der aktuellen Saison bedenklich viele Verletzte fordern.
Rodelunfälle und Statistiken
Laut der KFV-Unfallstatistik verletzen sich in der Rodelsaison durchschnittlich 14 Menschen pro Tag so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. In der aktuellen Rodelsaison kam bis zum 2. Februar 2026 bereits mindestens ein Mensch ums Leben. Der Großteil der Verletzten ist unter 15 Jahren, was die Gefahren beim Rodeln besonders für Kinder unterstreicht.
Vor allem Kollisionen und Stürze stellen häufige Ursachen für Verletzungen dar. Es wird empfohlen, Schutzausrüstung wie Helme zu tragen und die richtige Bremstechnik anzuwenden, um das Verletzungsrisiko zu minimieren. Dr. Johanna Trauner-Karner weist darauf hin, dass übermut und Selbstüberschätzung oft zu Unfällen führen können. Speziell bei Geschwindigkeiten über 30 km/h steigt das Risiko schwerer Verletzungen. Sie empfiehlt daher, das Rodeln nur auf übersichtlichen und sicheren Strecken durchzuführen.
Die Vorfälle vom 5. Februar erinnern uns an die Gefahren beim Rodeln und an die Notwendigkeit, sich der Risiken bewusst zu sein. Rodeln kann ein harmloser Spaß sein, doch er birgt auch ernsthafte Gefahren, vor allem für Kinder. Es bleibt zu hoffen, dass solche Unfälle in Zukunft durch mehr Aufmerksamkeit und angemessene Sicherheitsmaßnahmen reduziert werden können.
Wenn Sie mehr über die Sicherheit beim Rodeln erfahren möchten, besuchen Sie bitte die Artikel von MeinBezirk und 5min.at.