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In Tirol sorgt eine neue Regelung gegen Extremraser für Aufsehen, die seit dem 1. März 2024 in Kraft ist. Sie erlaubt es der Polizei, Fahrzeuge zu beschlagnahmen, wenn Fahrer mehr als 60 km/h innerhalb von Ortschaften beziehungsweise 70 km/h außerhalb der Ortschaften zu schnell fahren. Dies hat bereits zu einer Vielzahl von Aktionen geführt, bei denen insgesamt 23 Pkw, elf Motorräder und ein Klein-Lkw von der Tiroler Polizei beschlagnahmt wurden, wie der Chef der Verkehrsabteilung, Enrico Leitgeb, bestätigte. Besonders häufig wurden Raser auf Hauptverkehrsrouten gestoppt, was die Verrauchsergebnisse in der gesamten Region anschaulich macht, da das Gesetz auch in den Nachbarbezirken greift, wie tirol.orf.at berichtet.
Erste Bilanz und rechtliche Aspekte
Die Polizei hat seit Inkrafttreten der Regelung bereits mehrere Fahrzeuge vorübergehend abgenommen, was unter anderem auch den Anstoß zu rechtlichen Diskussionen gibt. Jüngste Zahlen aus dem März zeigen, dass allein in diesem Monat 21 Fahrzeuge beschlagnahmt wurden. Die Expertendiskussion rund um das neue "Raser-Paket" ist in vollem Gange, und behördliche Vertreter betonen, dass die Regelung zwar rechtlich kompliziert sei, sie jedoch darauf abzielt, die Zahl der schweren Verkehrsunfälle zu reduzieren, die oft durch überhöhte Geschwindigkeit verursacht werden. Laut einem Bericht von krone.at erhalten zahlreiche Raser ihre Fahrzeuge zwar zurück, doch das Verfahren gibt der Polizei die Möglichkeit, im Falle von extremen Geschwindigkeitsübertretungen auch endgültige Beschlagnahmungen einzuleiten und die Autos zu versteigern, was bislang jedoch noch nicht umgesetzt wurde.
Die Behörde klärt zudem, dass die Schwere der Übergeschwindigkeit das Ausmaß der Geldstrafe, die von 500 bis 7.500 Euro reichen kann, beeinflusst. Die Polizei hat festgestellt, dass die Beschlagnahmung präventiv wirken kann, auch wenn noch unklar bleibt, wie effektiv diese Maßnahme letztlich sein wird. Enrico Leitgeb unterstreicht die Notwendigkeit, die Entwicklung dieser Regelung weiterhin zu beobachten und betont die Bedeutung des Themas für die Verkehrssicherheit in Tirol.
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