Am 2. Jänner 2026 ereignete sich eine tragische Rodelunfall in den Alpen, bei dem ein 63-jähriger Mann sein Leben verlor. Gemeinsam mit seiner 58-jährigen Frau fuhr er am Donnerstagnachmittag von der Rabantalm talwärts, als sie in einer Linkskurve über den rechten Rand der Forststraße hinausgerieten, was zu einem dramatischen Sturz führte.

Die beiden Rodelnden stürzten über ein hohes Felsgelände und steiles Waldgelände ab. Tragischerweise erlitt der Ehemann beim Aufprall tödliche Verletzungen. Seine Frau wurde schwer verletzt und benötigte sofortige medizinische Hilfe. Ihre 23-jährige Tochter und ihr Schwiegersohn leisteten Erste Hilfe und alarmierten umgehend den Notruf.

Rettungsmaßnahmen und Notfallintervention

Der Notarzt, der schnell vor Ort war, konnte nur den Tod des Ehemanns feststellen. Die Bergrettung Lienz rückte mit 22 Mitgliedern und zwei Alpinpolizisten aus, um die verletzte Frau mittels Tau zu bergen und sie ins Krankenhaus zu transportieren. Angehörige des Paares wurden von einem Kriseninterventionsteam betreut, um die tragischen Umstände zu verarbeiten.

In ähnlichen Notsituationen sollten Bergsportler wissen, dass die Notrufnummer 112 in allen EU-Mitgliedsstaaten gebührenfrei ist. Diese Nummer ist für Rettungsdienste, Feuerwehr und Polizei zugänglich. Bei unzureichendem Empfang können Handys ohne PIN direkt auf die 112 gewählt werden, was in alpinen Notlagen lebensrettend sein kann[Alpenverein].

Ein Anstieg der Unfälle in den Alpen

Der tragische Vorfall steht nicht isoliert da. In der Hochsaison der Alpen kommt es täglich zu einer Vielzahl von Unfallmeldungen. Die Anzahl der Unfälle in dieser Saison ist drastisch gestiegen. Allein im Sommer 2025 starben in den Tiroler Alpen über das Doppelte an Menschen, verglichen mit dem Vorjahr[Süddeutsche].

Beispiele für weitere tragische Unfälle sind unter anderem ein tödlicher Sturz eines Mannes am Säuling aufgrund falscher Verwendung eines Klettersteigsets oder ein weiterer Unfall, bei dem ein Solo-Bergsteiger am Matterhorn verunglückte. Es wird zunehmend berichtet, dass Ehrenamtliche immer häufiger Personen auffangen müssen, die aufgrund unzureichender Vorbereitung in Schwierigkeiten geraten. Auch der plötzliche Wetterwechsel, der Bergsteiger in winterliche Bedingungen überrascht, spielt eine große Rolle.

Diese Vorfälle verdeutlichen die Notwendigkeit von Vorsicht und Vorbereitung für alle Bergsportler und Wanderer, um unvorhergesehene Notlagen zu vermeiden und sicher in den Alpen unterwegs zu sein.