Am 10. Februar 2026 hat der Lienzer Gemeinderat bedeutende Entscheidungen im Zusammenhang mit dem Bau einer neuen Mehrzweckhalle getroffen. Bei dieser Sitzung wurden Bauaufträge für das Projekt, das ursprünglich auf 4,85 Millionen Euro geschätzt wurde, nun jedoch auf 5,295 Millionen Euro netto erhöht, genehmigt. Bürgermeisterin Elisabeth Blanik betont, dass es das Ziel ist, den Kostenrahmen einzuhalten und dass Vorschläge für Einsparungen, wie der Verzicht auf eine hinterlüftete Fassade und eine abgespeckte Gastroeinheit, in Betracht gezogen wurden. Das Projekt sieht den Um- und Ausbau der alten „Tennishallen“ vor, um moderne Mehrzweckhallen zu schaffen, um zeitgemäße Veranstaltungs- und Nutzungsmöglichkeiten zu bieten.

Die Planungen für die neue Mehrzweckhalle basieren auf den Ergebnissen von elf Sitzungen der Hallen-Arbeitsgruppe im Jahr 2024, die zu einem umfassenden „Masterplan“ von Stadtbaumeister Klaus Seirer führten. Der TVBO hat bereits 500.000 Euro für moderne Veranstaltungstechnik zugesichert. Die Detailplanung wurde an das Büro Valtiner für ein Pauschalhonorar von 63.000 Euro vergeben, während die Tragwerksplanung für 20.956 Euro netto vom Büro Tagger übernommen wird. Für die Haus- und Elektroplanung wurde die Firma Technoterm mit 82.620 Euro netto beauftragt.

Finanzierung des Projekts

Die Finanzierung der Mehrzweckhalle wird durch verschiedene Förderungen gesichert. Insgesamt wurden bisher 3,5 Millionen Euro für das Projekt vergeben. Die geplanten Förderungen setzen sich zusammen aus einem Zuschuss des TVBO in Höhe von 500.000 Euro, einer Bedarfszuweisung des Landes über 300.000 Euro und einem Bundeszuschuss von 495.000 Euro, was eine Gesamtsumme von 1,295 Millionen Euro ergibt. Darüber hinaus plant die Stadt eine Darlehensaufnahme von rund 3,5 Millionen Euro, um die Finanzierung zu gewährleisten. Finanzkämmerer Michael Praster hat eine Variante mit variabler Verzinsung und einer Laufzeit von 12 Jahren vorgeschlagen, während der Stadtrat Franz Theurl eine Mischung aus festen und variablen Zinsen empfiehlt.

Die nächste Sitzung der Arbeitsgruppe steht bevor, in der die weiteren Schritte und möglicherweise Anpassungen im Projekt diskutiert werden.

Kontektext zur Förderung

Die Städtebauförderung in Deutschland, wie sie auch in Lienz Anwendung findet, unterstützt seit über 50 Jahren nachhaltige Stadtentwicklungsprojekte. Im Haushaltsjahr 2024 stehen dafür 790 Millionen Euro zur Verfügung. Förderprogramme wie „Lebendige Zentren“ und „Sozialer Zusammenhalt“ sind darauf ausgelegt, die Innenstädte zu stärken und sozial benachteiligte Quartiere aufzuwerten. Das Projekt in Lienz erhält somit nicht nur regionale, sondern auch bundesweite Unterstützung, was die Bedeutung der Mehrzweckhalle im Rahmen der städtebaulichen Entwicklung unterstreicht.

Die Stadtgemeinde Lienz bietet zudem umfassende Informationen im Sozialbereich an, die verschiedenen Unterstützungsmöglichkeiten umfassen, wie etwa die Beantragung von Wohn- und Mietzinsbeihilfen oder Heizkostenzuschüssen. Dies verdeutlicht das Engagement der Stadt für die Bedürfnisse ihrer Bürger und die fortlaufende Verbesserung der Infrastruktur.

Für weitere Informationen zu den verschiedenen Fördermöglichkeiten und städtischen Angeboten besuchen Sie die Seiten von Dolomitenstadt, lienz.gv.at und BMWSB.