In Lienz stehen die umfangreichen Arbeiten zum Hochwasserschutz an der Isel vor dem Abschluss. Die Bauarbeiten, die seit drei Jahren andauern, wurden bewusst während der Niedrigwasserphasen im Winter durchgeführt, um die Eingriffe in das Ökosystem zu minimieren. Bürgermeisterin Elisabeth Blanik beschreibt die Herausforderungen, denen sich das Projektteam gegenübersah, hebt jedoch die Bedeutung hervor, die langfristige Sicherheit für die Bevölkerung sicherzustellen. Laut Dolomitenstadt werden der Iselsteg, die Sonnenlounge sowie ein neuer Naherholungsbereich bei der Schlossbrücke bis Mai 2026 fertiggestellt.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Schaffung eines neuen Naherholungsgebiets am Wasserrain, das auch einen kleinen Seitenarm der Isel umfasst. Diese Maßnahmen sollen nicht nur den Hochwasserschutz verbessern, sondern auch die Lebensqualität in der Stadt erhöhen. Zusätzlich zu den Hochwasserschutzmaßnahmen wurden großzügig gestaltete Fußgängerbereiche zu beiden Seiten des Gewässers angelegt, berichtet MeinBezirk.
Fertigstellung und Ausblick
Der Iselsteg wird Ende April 2026 freigegeben, während die Arbeiten an der Sonnenlounge und bei der Schlossbrücke im Mai 2026 abgeschlossen sein sollen. Trotz des fortgeschrittenen Stands der Arbeiten gibt es Herausforderungen, die sich auf den rechten Iselweg beziehen, der länger dauert, da diese Renovierungsarbeiten nicht direkt mit dem Hochwasserschutzprojekt verbunden sind. Hier wird ein neuer Unterbau mit modernen Entwässerungen gebaut, gefolgt von einer neuen Asphaltdecke.
Das Hochwasserschutzprojekt ist nicht nur für Lienz bedeutsam, sondern steht im Kontext einer erhöhten Notwendigkeit, die Bevölkerung vor den Gefahren von Hochwasser und Starkregen zu schützen, wie auch in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Informationen zur Raumentwicklung (IzR)“ hervorgehoben wird. Diese behandelt das Thema Hochwasserschutz und die Risiken für viele Regionen Deutschlands. Nach Angaben des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) wird die Prävention und Risikominderung immer wichtiger, um derartige Bedrohungen proaktiv zu begegnen.