Die aktuelle Saison in der Eishockey Liga zeigt sich spannend, insbesondere zur Halbzeit der Spielzeit. Teams wie der VSV und Red Bull Salzburg haben unterschiedliche Entwicklungen durchlebt und zeichnen ein wechselhaftes Bild der Liga.

Der VSV hat sich nach anfänglichen Schwierigkeiten erholt, auch wenn die Niederlage gegen Ljubljana unglücklich war. Momentan spielt das Team mit fast vollem Kader und zeigt besonders in der Offensive Stärke. Der Trend geht klar in Richtung der Top-6, auch wenn noch Unsicherheiten bezüglich Joe Cannata, der alle Spiele bestritten hat, sowie Mark Katic, dessen Verletzungsstatus offen bleibt, bestehen. Kevin Hancock, seit seiner Debütsaison 21/22 als verlässlicher Scorer bekannt, ist ein zentraler Spieler für ihre Ambitionen.

Die ersten Teams der Liga

Red Bull Salzburg hat die Champions Hockey League (CHL) beendet und konzentriert sich nun voll auf die Liga. Die Form des Teams zeigt nach oben, da viele Verletzungen auskuriert wurden. Trainer Manny Viveiros hat Personal-Experimente zurückgenommen. Brandon Coe spielt nun in der ersten Linie und konnte bereits in der CHL sowie gegen Klagenfurt punkten. Verletzungsbedingt fehlen Philipp Wimmer, Peter Hochkofler und Ali Wukovits bereits seit Saisonbeginn.

Ferencvaros Budapest, ein Liga-Neuling, punktet verlässlich und holte sechs Zähler gegen die Pioneers und Innsbruck. Das Team könnte mit mehr Glück und weniger Verletzungen besser platziert sein. Obwohl Bence Balizs ursprünglich als klare Nummer Eins im Tor eingeplant war, hat sich Kristof Nagy als fähiger Ersatz bewährt. Aktuell fehlen Bence Balizs und mehrere andere Spieler durch Verletzungen.

Die Black Wings Linz zeigen einen stark unterschiedlichen Saisonverlauf: Sie sind zu Hause stark, haben aber auswärts Schwierigkeiten. Fragen zum Scoring über die ersten beiden Linien und zu den Leistungen ihrer Torhüter bleiben bestehen. Zuletzt gab es zahlreiche Ausfälle im Kader. Ähnlich sieht es bei Fehervar AV19 aus, wo ein Trainerwechsel zu Ted Dent und drei Siege in fünf Spielen einen Aufwärtstrend versprechen, jedoch noch ein deutlicher Bedarf an Verbesserung besteht, um die Nicht-Playoff-Plätze zu verlassen.

Die untere Tabellenhälfte

Die Vienna Capitals kämpfen in ihrer dritten Saison in Folge mit Problemen. Ihr Ziel sind die Pre-Playoffs, jedoch haben zahlreiche verletzte Spieler und schwache Leistungen der gesunden Akteure ihre Chancen beeinträchtigt. Unter Neu-Coach Kevin Constantine gab es nur einen Sieg gegen Innsbruck. Der HC Innsbruck sieht sich hingegen mit 12 Punkten Abstand auf den letzten Pre-Playoff-Platz konfrontiert und kämpft mit mangelnder Qualität in allen Mannschaftsteilen, obwohl einzelne Legionäre herausstechen.

Die Pioneers Vorarlberg haben sich lautlichen und qualitativen Schwächen im Vergleich zur Vorsaison ausgesetzt. Mit klaren Niederlagen und knappen Ergebnissen stellen sich Fragen, ob das Team Innsbruck erreichen kann und wer eventuell freigegeben wird. Marlon Tschofen hat sich in dieser schwierigen Situation bemerkenswert etabliert.

Verletzungen im Eishockey sind ein bekanntes Problem, das durch die akrobatische Natur des Spiels oft unvermeidbar ist. Trotz der geringen Zahl an unsportlichen Checks durch strenge Durchsetzung der Regeln, sind Verletzungen häufig. Ein Ziel von Trainern ist es, „non-contact“ Verletzungen zu reduzieren. Studien zeigen, dass wesentliche Verletzungen wie Kopfverletzungen oft aus direkten Kontakten resultieren, während verletzungsbedingte Probleme der unteren Extremitäten bis zu 29% auf „non-contact“ Ursachen zurückgehen können. Technologien wie das Local Positioning System (LPS) werden verwendet, um Risikofaktoren und Verletzungswahrscheinlichkeiten genauer zu prognostizieren und somit präventiv zu agieren.

Insgesamt bleibt abzuwarten, wie sich die zweite Halbzeit der Saison entwickeln wird und ob Teams wie der VSV und Red Bull Salzburg ihre Fortschritte bestätigen können, während andere wie die Vienna Capitals und der HC Innsbruck weiterhin herausgefordert werden.

Weitere Details und Informationen sind in den folgenden Artikeln zu finden: Laola1, ORF Salzburg und Sportärztezeitung.