Am 24. November 2025 beginnt der Lawinenwarndienst Kärnten offiziell in die Wintersaison. Landesrat Daniel Fellner hebt die Bedeutung der Eigenverantwortung im Katastrophenschutz hervor. Er appelliert an die Bevölkerung, sich rechtzeitig über aktuelle Lawinenwarnungen zu informieren und diese ernst zu nehmen. Die Empfehlung für alpine Aktivitäten umfasst die Nutzung passender Ausrüstung sowie die Vertrautheit mit Notrufnummern.

Der Lawinenwarndienst veröffentlicht täglich um 17:00 Uhr einen Bericht, der Informationen zu Gefahrenstufen, Gefahrenstellen und Lawinenproblemen enthält. „Lawinenereignisse stellen besondere Herausforderungen für Einsatzkräfte dar“, so Fellner weiter. Ein wöchentlicher Rückblick analysiert zusätzlich Wetterbedingungen, die Schneedecke, den Verlauf der Gefahrenstufen und bereits eingetretene Lawinenunfälle.

Aktuelle Services und Technologien

Das Messstations-Netz in Kärnten wird laufend betreut, und die Expertise steht sowohl Lawinenkommissionen als auch Wintersportlern zur Verfügung. Die neue Wintersaison bringt es mit sich, dass der Lawinenbericht nun in sieben Sprachen verfügbar ist, was durch eine Kooperation mit dem Land Tirol ermöglicht wurde. Diese automatisierte Übersetzung basiert auf standardisierten Textbausteinen und sorgt dafür, dass Informationen für ein breiteres Publikum zugänglich sind.

Die interaktive Online-Plattform des Lawinenwarndienstes bietet eine Vielzahl von Informationen, darunter der tägliche Lawinenbericht, Wetterdaten und relevante Inhalte zur Schneedecke. Weitere Informationen sind über die Website des Lawinenwarndienstes erhältlich: lawinenwarndienst.ktn.gv.at.

Internationale Initiativen

<pZusätzlich informiert das Lawinenbulletin des WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF über die aktuelle Lawinensituation in den Schweizer Alpen und Liechtenstein. Dieses Bulletin erscheint zweimal täglich im Winter und richtet sich an Personen, die im winterlichen Gebirge der Lawinengefahr ausgesetzt sind oder für die Sicherheit von Dritten verantwortlich sind. Es umfasst Gefahrenkarten und detaillierte Wetter- sowie Schneedeckeanalysen und ist kostenlos auf verschiedenen Plattformen verfügbar, wie SLF.

Das Österreichische Kuratorium für Alpine Sicherheit (ÖKAS) hat ebenfalls eine wichtige Rolle in der Verbesserung der alpinen Sicherheit. Es widmet sich der Forschung, Prävention und Kommunikation zum alpinen Unfallgeschehen. ÖKAS organisiert die Alpinmesse und das Alpinforum, eine wichtige Plattform für den Austausch über Sicherheit im Bergsport. Die nächste Veranstaltung wird am 22. November 2025 im Rahmen der Alpinmesse in Innsbruck stattfinden. Hier werden internationale Referenten neue Erkenntnisse zum Thema Sicherheit im Bergsport präsentieren, wie alpinesicherheit.at.

Mit diesen Initiativen wird die Sicherheit im alpinen Raum weiter gefördert, und es wird erwartet, dass die Bevölkerung durch die bereitgestellten Informationen besser geschützt wird.