Thomas Mraz, der österreichische Schauspieler und Kabarettist, der durch Rollen in Landkrimis sowie in Serien wie „Vorstadtweibern“, „Aufputzt is'“ und „School of Champions“ bekannt wurde, debütiert nun mit seinem ersten Solo-Kabarettprogramm. Unter dem Titel „MRAZ F1RST“ wird Mraz am 15. Jänner 2026 im Kabarett Niedermair auf der Bühne stehen und seine Zuschauer mit intelligentem Humor und scharfsinnigen Beobachtungen fesseln. Kleine Zeitung berichtet, dass Mraz im Mittelpunkt seines Programms steht und Themen wie den Egoismus in der Gesellschaft behandelt.
Im Kern seines neuen Programms stellt Mraz grundlegende Fragen über sein Leben und seine Identität. Er thematisiert, warum er selten der Erste bei etwas war und zeigt auf, wie sich dies ändern könnte. Zudem widmet er sich skurrilen Gedanken, wie etwa dem Streben nach der Obmannschaft im Kleingartenverein oder der Frage, ob er alt genug für die Korridorpension sei. Diese humorvollen Fragestellungen verwandeln sich in tiefere Reflexionen über den Egoismus in verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Schichten.
Ein Blick in die Vergangenheit und die Gegenwart des Kabaretts
Die Wurzeln des Kabaretts in Österreich reichen bis in die letzten Jahrzehnte der Habsburgermonarchie zurück. Wikipedia beschreibt, dass sich das Kabarett ab 1912 mit der Eröffnung des „Bierkabaretts Simplicissimus“ etablierte, während Volks- und Coupletsänger davor die Unterhaltungslandschaft prägten. In der Zwischenkriegszeit war das Kabarett eng mit der jüdischen Bevölkerung verbunden und lebte nach dem Zweiten Weltkrieg durch jüdische Heimkehrer wieder auf. Prominente Figuren wie Karl Farkas und Helmut Qualtinger hinterließen ihre Spuren und prägten die Kabarettszene nachhaltig.
Seitdem hat sich die Kabarettlandschaft diversifiziert, mit neuen Formaten und Themen, vor allem nach den 2000er Jahren, in denen auch politische Themen an Bedeutung gewonnen haben. Mraz tritt nun in diese lange Tradition ein und bringt seine persönliche Perspektive auf die Bühne.
Der Weg zu seinem ersten Soloprogramm
Zur Vorbereitung auf seine Karriere als Kabarettist absolvierte Thomas Mraz eine Schauspielausbildung am Konservatorium der Stadt Wien unter Prof. Elfriede Ott, die er 2002 erfolgreich abschloss. Von 2002 bis 2008 war er Ensemblemitglied am Landestheater Niederösterreich und übernahm bedeutende Rollen in Stücken wie „Hamlet“ und „Woyzeck“. Seine Karriere umfasste nicht nur Theater, sondern auch Film, mit Auftritten in Produktionen wie „Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott“ und „Superwelt“.
In der Vergangenheit war er zudem bei verschiedenen TV-Formaten zu sehen, darunter „Herrgott für Anfänger“ und „Das Flammenmädchen“. Im Jahr 2021 hatte er eine Hauptrolle und war Mitverfasser des Drehbuchs für die ORF Stadtkomödie „Eigentlich sollten wir“. Mit seiner Teilnahme an der Drehbuchwerkstatt München/Steiermark kam die Idee für den Film „Klapotetz“ zustande, und er gewann 2023 den Hauptpreis des Carl-Mayer-Drehbuchwettbewerbs für die Filmidee „Basta“.
Thomas Mrazs Debüt als Solokabarettist eröffnet nicht nur neue Perspektiven, sondern auch einen frischen, unterhaltsamen Blick auf die Herausforderungen und Absurditäten des Lebens. Sein Programm verspricht, eine abwechslungsreiche Mischung aus Humor und Reflexion über den Zeitgeist zu sein, und der Künstler freut sich darauf, sein Publikum mit auf diese Reise zu nehmen.
Weitere Informationen über das Programm und Tickets finden Interessierte auf der offiziellen Website von Thomas Mraz mrazfirst.at.