Thomas Gottschalk ehrte bei der diesjährigen Romy-Verleihung in Kitzbühel sein Lebenswerk mit einer neuen Auszeichnung, der „Diamant-Romy“. Die Veranstaltung fand am Freitagabend zum 35. Mal statt und vereinte zahlreiche prominente Gäste sowie weitere Sonderpreisträger wie Michael „Bully“ Herbig und Stefan Raab. Gottschalk, der bereits 1990 und 1996 als beliebtester Showmaster ausgezeichnet worden war und 2014 für sein Lebenswerk geehrt wurde, äußerte sich gelassen über seine Ehrung, welche erstmals vergeben wurde. Das Publikum wählte die Preisträger, was das Event besonders attraktiv machte.
Der 75-Jährige kündigte während der Gala seinen Rücktritt von der Bühne an; sein letzter Auftritt wird am 6. Dezember bei RTL in der Show „Denn sie wissen nicht, was sie tun“ sein, in Begleitung von Barbara Schöneberger und Günther Jauch. „Mit 75 ist es an der Zeit zu gehen“, sagte Gottschalk. Trotz seines Alters betonte er, dass es ihm gut ginge und er aktiv sei, da er noch mit Umzügen und Transporten von Büchern und CDs beschäftigt sei. Dennoch sorgte seine Dankesrede für Irritationen im Publikum, da er humorvolle Bemerkungen über den österreichischen und deutschen Humor machte und technische Details wie ein zu niedrig eingestelltes Mikrofon kommentierte.
Verwirrende Momente während der Rede
Während seiner Dankesrede wirkte Gottschalk zeitweise überfordert und verlor den Faden, was Moderator Hans Sigl dazu veranlasste, einzugreifen, um die Situation zu entspannen. Gottschalk zählte sogar während seiner Rede die verbleibende Zeit herunter, was zu einer skurrilen Atmosphäre führte. Der Entertainer, der einmal einen makabren Witz über Michael Jackson machte, welcher 2009 verstarb, war in den sozialen Netzwerken Ziel von Besorgnis über seinen Zustand. Einige Fans äußerten sich in sozialen Medien, während Gottschalk jedoch versicherte, dass alles in Ordnung sei.
Ebenfalls bemerkenswert war das betonte „andere“ Gefühl der Gala. Man beschrieb den Abend als charmant, jedoch etwas aus der Zeit gefallen. Gottschalk bleibt für viele dennoch der Inbegriff des großen Entertainments.
Blick zurück auf Gottschalks Karriere
Erstmals in der Geschichte der Romy-Verleihung wurde die „Diamant-Romy“ ins Leben gerufen, um die herausragenden Leistungen des Entertainers zu honorieren. Gottschalk war ursprünglich für eine Kristall-Romy nominiert gewesen, die letztendlich an Christa Kummer ging. Zu den weiteren Gewinnen der Gala gehörten Veronica Ferres und Anke Engelke, die den Preis in der Kategorie „Beliebteste Schauspielerin TV/Stream“ gewannen. Bei den anderen Preisen erzielte Simon Schwarz den Titel des beliebtesten Schauspielers im Film, während Peter Klien in der Kategorie „TV-Journalismus“ gewann. Diese Vielfalt an Auszeichnungen unterstreicht die Bedeutung der Romy-Gala in der österreichischen Medienlandschaft.
Nach dem Auftritt bei der Romy-Verleihung plant Gottschalk, mehr Zeit mit seiner Frau zu verbringen und zu reisen. Dies könnte eine neue Ära in seinem Leben einläuten, während er gleichzeitig auf eine beeindruckende Karriere zurückblickt, die durch zahlreiche Erfolge, Auszeichnungen und unvergessliche Momente gekennzeichnet ist.
Die Romy-Verleihung bleibt somit ein bedeutendes Event, das nicht nur die Leistungen von Thomas Gottschalk feiert, sondern auch das bunte Spektrum der Unterhaltungsbranche in Österreich widerspiegelt. Die Veranstaltung, die seit 1990 vom Kurier vergeben wird, hat sich als feste Größe in der Medienlandschaft etabliert und erfreut sich auch in Zukunft großer Beliebtheit.
vol.at berichtet, kleinezeitung.at informiert und stern.de ergänzt die Berichterstattung über diesen denkwürdigen Abend.