
Die österreichische Tennis-Hoffnung Tamara Kostic wird in Vilnius beim Billie-Jean-King-Cup antreten. Die 19-Jährige, die auch den Spitznamen "Bambi" trägt, wird bereits zum vierten Mal für Österreich spielen und zählt zu den erfahreneren Spielerinnen im Team. Neben ihr hat lediglich Julia Grabher vorherige Billie-Jean-Cup-Erfahrung. Besonders herausfordernd sind die bevorstehenden Matches, da Tamira Paszek und Sinja Kraus aufgrund von Erkrankungen und Terminkonflikten abgesagt haben.
Die anstehenden Länderkämpfe finden auf Hartplatz statt, während die WTA-Tour bereits auf Sandplätzen spielt. Kostic, die Hartplätze bevorzugt, sieht den Wettbewerb als hervorragende Gelegenheit, gegen starke Spielerinnen anzutreten. Dabei kritisiert sie die fehlende Dichte im österreichischen Frauen-Tennis, da aktuell nur elf Österreicherinnen im WTA-Ranking vertreten sind. In ihrer Kindheit hatte sie keine heimischen Vorbilder, sondern hat sich an der rumänischen Spielerin Simona Halep orientiert.
Debütantinnen im Team und internationale Herausforderungen
Im österreichischen Team befinden sich neben Kostic auch drei Debütantinnen: Arabella Koller, Mavie Österreicher und Ekaterina Perelygina. Diese jungen Talente haben die Möglichkeit, sich in einem internationalen Wettbewerb zu beweisen. Kostic trainiert häufig im Ausland, da es in Österreich an geeigneten Sparring-Partnern mangelt. Sie wird seit fünf Jahren von Coach Christoph Niedhart betreut.
Kostic’s langfristiges Ziel ist es, ihr Ranking in dieser Saison zu halbieren und bis 2026 an Grand-Slam-Qualifikationen teilzunehmen. Sie strebt an, in die Top 100 der WTA-Rangliste aufzusteigen. Positiv erwähnt sie die Entwicklung von Lilli Tagger, die unter der erfahrenen Trainerin Francesca Schiavone arbeitet und bereits Spielerinnen aus den Top 200 besiegt hat.
Rückblick und zukünftige Aussichten
Österreichs Damen-Nationalmannschaft erhielt im Herbst 2023 die Möglichkeit, sich für die Qualifikation zum Billie-Jean-King-Cup 2024 zu qualifizieren. Die Auslosung führte zu einem Duell gegen Mexiko, die Nummer 20 im ITF-Damen-Nationenranking. Zu dem Zeitpunkt der Auslosung hatten beide Nationen zwei Spielerinnen in den Top 200, jedoch keine mexikanische Spielerin in den Top 100.
Julia Grabher fiel aufgrund einer Handgelenksverletzung aus, die sie sich bei den US Open zugezogen hatte. Der Länderkampf fand im November 2023 auf einem Sandplatz im Multiversum Schwechat statt. Das Team musste eine knappe Niederlage hinnehmen, nachdem Melanie Klaffner und Sinja Kraus im entscheidenden Doppelspiel gegen Contreras Gómez und Olmos 3:6, 6:3, 6:7 (6) verloren hatten. Kapitänin Marion Maruska äußerte sich über die engen Matches und betonte, dass nur zwei Punkte zum Sieg gefehlt hätten.
Für 2024 wird das Team erneut in der Europa/Afrika-Gruppe I antreten, die vom 10. bis 15. April in der Megasaray Tennis Academy in Serik, Türkei, stattfindet. Maruska schaut optimistisch in die Zukunft und betont das Ziel, wieder an die Spitze zu kommen und die Stärke der Europa-Afrika-Gruppe auszubauen.
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