Der Taifun „Kalmaegi“, am 1. November 2025 im Nordwestpazifik gebildet und auf den Philippinen als „Tino“ bekannt, hat verheerende Schäden angerichtet. Laut vol.at sind die Todesopfer auf über 140 gestiegen, nachdem das Zivilschutzministerium 114 Tote gemeldet und die Provinz Cebu 28 weitere Todesfälle registriert hat. Zudem werden 127 Menschen vermisst. Die heftigen Regenfälle, die während des Taifuns fielen, führten zu massiven Überschwemmungen und ließen ganze Ortschaften auf der Insel Cebu unter Wasser stehen.

Rund eine halbe Million Menschen mussten ihre Häuser verlassen, als „Kalmaegi“ am Dienstag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 155 km/h und Böen bis zu 190 km/h über die Philippinen wütete. Dieser Sturm stellte eine der stärksten Naturkatastrophen des Jahres dar und führte dazu, dass Präsident Ferdinand Marcos Jr. den nationalen Katastrophenzustand ausrief und Soforthilfen in Höhe von 760 Millionen philippinischen Pesos (über 11 Millionen Euro) ankündigte.

Folgen und Rettungsmaßnahmen

Die Provinzen Cebu, Negros Occidental und Negros Oriental wurden besonders hart getroffen. Rettungsteams arbeiten rund um die Uhr, um Vermisste zu finden und Straßen von Schutt und Trümmern zu befreien. In der betroffenen Region fielen in einer Nacht so viele Niederschläge, wie in einem ganzen Monat üblich sind.

Aktuell zieht „Kalmaegi“ weiter in Richtung Vietnam, wo bereits Vorkehrungen getroffen werden. In Vietnam stellen Flughäfen den Betrieb ein, und Schiffe sowie Boote werden in Sicherheit gebracht, um den Auswirkungen des Taifuns zu entkommen. Der Taifun bewegt sich mit einer geschätzten Geschwindigkeit von 33 km/h in westlicher Richtung und erreicht zur Zeit Windgeschwindigkeiten von bis zu 204 km/h.

Ein neuer Sturm kündigt sich an

Bereits die nächste Gefahrenquelle ist mit dem ankommenden Tropensturm „Fung-Wong“ in Sicht, der sich den östlichen und nördlichen Regionen der Philippinen nähert. Prognosen deuten darauf hin, dass „Fung-Wong“ am Freitag Taifunstärke erreichen könnte, und am Samstag in die Supertaifun-Kategorie aufsteigen könnte, wenn die Mittelwindgeschwindigkeiten auf mindestens 240 km/h ansteigen.

Die geografische Lage der Philippinen im westlichen Pazifischen Ozean macht das Land besonders anfällig für Taifune. Jährlich werden etwa 20 Taifune registriert, wobei „Kalmaegi“ an die verheerenden Folgen des Taifuns „Haiyan“ erinnert, der im November 2013 über 6.300 Todesopfer forderte. Starke tropische Wirbelstürme, die im westlichen Pazifik auftreten, verursachen heftige Regenfälle und starke Winde, die zu Zerstörungen führen.