Am 11. Jänner 2026 wurde der Super-G der Damen in Altenmarkt-Zauchensee aufgrund heftiger Schneefälle und starker Winde abgesagt. Die Entscheidung zur Absage kam kurz vor 8 Uhr morgens von der FIS und den Veranstaltern. Trotz der Vorfreude auf das Rennen bestätigte Ski Austria, dass die Bedingungen nicht den notwendigen Sicherheitsstandards entsprachen, um einen sicheren Wettkampf durchzuführen. Die Absage wurde in einer Mitteilung veröffentlicht und betonte, dass Sicherheit in dieser Olympiasaison oberste Priorität habe.
OK-Chef Michael Walchhofer erklärte, dass in der Nacht vor der Veranstaltung 40 Zentimeter Neuschnee gefallen sind. Dies führte zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Pistenbedingungen, weshalb die Organisatoren keine andere Wahl hatten, als das Rennen abzusagen. Rupert Steger vom ÖSV äußerte sein Bedauern über die Absage, unterstrich jedoch die Notwendigkeit, die Sicherheit der Athletinnen zu gewährleisten. Diese Situation tritt in einem Jahr auf, in dem die Wettkämpfe besonders bedeutend sind.
Athletinnen und zukünftige Wettkämpfe
Die frühzeitige Absage überraschte einige Athletinnen, wie die ÖSV-Athletin Conny Hütter, die anmerkte, dass sie und ihre Kolleginnen noch nicht auf der Piste waren. Der nächste Wettkampf im Weltcup der Frauen, ein Nachtslalom, ist für Dienstag in Flachau angesetzt. Dies gibt den Athletinnen die Möglichkeit, sich auf die bevorstehenden Herausforderungen zu konzentrieren.
Gleichzeitig werfen die wiederholten Wetterextreme, die zu solchen Absagen führen, auch Fragen zu den langfristigen Auswirkungen des Klimawandels auf den Wintersport auf. Laut einer Analyse von MeteoSchweiz zeigt sich ein zunehmender Trend zu intensiveren Niederschlagsextremen im Alpenraum. Dies könnte bedeuten, dass der Schnee in den Zukunftswintern zunehmen als Regen ankommen könnte, was sich negativ auf die natürlichen Schneedecken und die Rahmenbedingungen für Wintersportveranstaltungen auswirkt.
Die mittlere Erwärmung hat seit der vorindustriellen Zeit in Österreich bereits 3,1 °C erreicht, und Experten erwarten, dass die Temperaturen im DACH-Raum bis zum Ende des Jahrhunderts um mindestens 2 °C weiter steigen werden. Diese Entwicklungen stellen nicht nur eine Herausforderung für die Sportler dar, sondern auch für die Organisatoren und die gesamte Wintersportbranche.
In diesem Kontext stellt sich die Frage, wie der Wintersport und die Veranstaltungen in den kommenden Jahren sich an diese veränderten klimatischen Bedingungen anpassen können. Das Expertenforum „Klima.Sport.Schnee“ hat sich bereits mit den Herausforderungen auseinandergesetzt und erste Handlungsansätze entwickelt, die für die Zukunft entscheidend sein könnten.
Zusammenfassend zeigt sich, dass die Absage des Super-G in Zauchensee nicht nur ein kurzfristiges Problem darstellt, sondern auch tiefere Einsichten in die Herausforderungen, die der Klimawandel für den Wintersport mit sich bringt.